04.12.2011
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Recycling Solarmodule

Höchstes Lob für Recyclingcocktail

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat das Bielefelder Startup Saperatec ausgezeichnet. Seine Technologie zur Wiederverwertung von alten Solarmodulen sei besonders effizient.

 - Saperatec-Chef Sebastian Kernbaum (links) und Chemiker Florian Lovis erforschen geeignete Tensidmischungen, um Solarmodule zu zerlegen und die Wertstoffe zu separieren.
Saperatec-Chef Sebastian Kernbaum (links) und Chemiker Florian Lovis erforschen geeignete Tensidmischungen, um Solarmodule zu zerlegen und die Wertstoffe zu separieren.
Saperatec

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat vor wenigen Tagen den Deutschen Preis für Rohstoffeffizienz vergeben. Unter den ausgezeichneten Unternehmen war auch Saperatec aus Bielefeld. Geschäftsführer Sebastian Kernbaum und Erfinder Horst Seibt eilten nach Berlin, um die Urkunden aus den Händen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zu empfangen.

98 Prozent zurück gewonnen

Saperatec hat einen Cocktail aus Tensiden entwickelt, um die Dünnschichtmodule zu zerlegen und die kostbaren Halbleiter wieder zu gewinnen. Dazu gehören seltene Rohstoffe wie Indium, Gallium, Germanium, Tellur oder Selen, aber auch als gefährlich eingestufte Stoffe wie Cadmium. Gläser und Rahmen werden vollständig verwertet, gewonnene Folien als Isolier- und Bindematerial werden energetisch genutzt. Nur wenige Reststoffe müssen entsorgt werden. Insgesamt erreicht Saperatec mit seinen Recyclingprozessen eine Recyclingquote von mehr 95 Prozent. Die Technologie lässt sich stufenlos skalieren und an die Branche anpassen, beispielsweise durch ein Netz dezentraler Verwertungsbetriebe. Die Technologie eignet sich nicht nur für Solarpaneele sondern auch für andere Verbünde. In Bielefeld läuft bereits eine Pilotanlage, demnächst soll eine Fabrik entstehen. (Heiko Schwarzburger)

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