11.06.2017
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Elektrifizierung

Süddeutsche bringen Strom in indisches Dorf

Das Start-up Bos aus Neu-Ulm elektrifiziert ein indisches Dorf in Uttar Pradesh mit intelligenten Speichersystemen.

 - Solarstrom für ein Dorf in Indien
Solarstrom für ein Dorf in Indien
Foto: BOS AG

30 Haushalte in Sarvantara, einem Dorf im indischen Uttar Pradesh, haben neuerdings Strom - und es sollen noch mehr werden. Verantwortlich dafür ist ein kleines, intelligentes Stromnetz, das mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Speicher verbunden ist. Dieses Smart DC-Mini-Grid wurde im Rahmen des Dena-Programms Renewable-Energy-Solutions mit hybridem Speicher aufgebaut. Das Projekt wird von der BOS Balance of Storage Systems AG (BOS AG) durchgeführt und gemeinsam mit dem lokalen Partner Oorja Development Solutions Ltd installiert.

Das Dorf Sarvantara bei Uttar Pradesh liegt im ländlichen Gebiet und ist von der Stromversorgung abgeschottet. Ziel des Projekts ist es, in den nächsten Monaten insgesamt 100 Haushalte mit sauberem und nachhaltigem Strom auszustatten. Es fanden bereits Schulungen für indische Techniker statt. Außerdem wurden den Dorfbewohnern detaillierte Informationen zur Anwendung der Anlage gegeben.

Das Gleichstrom-Mininetz verfügt über eine zentrale Speichereinheit, welche den Solargenerator, den Hybridspeicher und einen intelligenten Netzsignalgeber umfasst. Mit letzterem wird die Stromversorgung effizient geregelt und durch die Hybridspeichersysteme, welche Lithium- und Bleiakkumulatoren kombinieren, ist die Lebensdauer der Anlage für mindestens fünf Jahre ausgelegt. Die Haushalte nutzen den Strom für Licht, Ventilatoren und USB-Ladegeräte wie für Mobiltelefone. Den Strom bezahlt jeder Haushalt individuell je nach Verbrauch.
(Nicole Weinhold)

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1 Kommentar zu "Süddeutsche bringen Strom in indisches Dorf "

  1. Floriane - 12.06.2017, 14:19 Uhr (Kommentar melden)

    Schönes Projekt! Nächster Schritt, Förderung des Austauschs von praktischem und theoretischem Wissen über den Aufbau und den Betrieb von solchen Energieversorgungssystemen in Nachbardörfer, damit diese selbstständig ihre Stromversorgung organisieren können?

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