04.10.2016
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Kiel nutzt Küstenlage für Windkraft

Warum Kiel als Standort der Windindustrie ideale Voraussetzungen mitbringt.

 - FINO3 diving FH Kiel.
FINO3 diving FH Kiel.
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Wohl keine andere deutsche Großstadt ist so eng mit dem Meer verbunden wie Kiel. Das zeigt sich an den wirtschaftlichen Strukturen: Neben dem traditionell starken Anlagen- und Maschinenbau ist die maritime Wirtschaft in auffälliger Bandbreite vertreten – vom Schiffbau und den Zulieferbetrieben bis zur Algenkosmetik. Aus dem Know-how im Umfeld des Schiffbaus wurden Technologien und Dienstleistungen entwickelt, die Kiel zu einem hervorragenden Standort für die Windindustrie machen.

Von Planungsunternehmen über Maschinen- und Fahrzeugbauer bis zu hochspezialisierten Hightech-Firmen sind sämtliche für die Branche wichtigen Gewerbe vertreten. In Kieler Werften entstehen Umspannplattformen für Offshore-Windparks und mit Präzisions-Fräsen werden die aktuell fortschrittlichsten Negativformen zur Produktion von Rotorblättern für On- und Offshore-Anlagen produziert. Geografische Zugabe ist die optimale Lage Kiels mit unmittelbarem Zugang zur Ostsee und direkter Verbindung zur Nordsee über die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt: den Nord-Ostsee-Kanal.

Für schnelle Entscheidungen und eine dynamische Förderkultur haben die wichtigsten Finanz- und Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein hier ihren Sitz. Drei Hochschulen tragen durch zahlreiche Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Branche bei und bilden – mit zum Teil in Deutschland einmaligen Studiengängen – hoch qualifizierte Arbeitskräfte mit dem Schwerpunkt Windenergie aus.

Hart am Wind

Kiel ist längst ein moderner Windindustrie-Standort: Zahlreiche Unternehmen im Bereich Elektrotechnik und Stromnetze treiben die technologische Entwicklung voran. Das Angebot an Dienstleistungen und Services für die Windbranche ist vielfältig: Es reicht von Ingenieur- und Planungsbüros über spezialisierte Rechts- und Steuerberatungen bis zu Experten für die Gründungs- und Infrastrukturplanung von Offshore-Projekten. Lösungen für den Betrieb von Windkraftanlagen, sachgerechte Verladung und Transport, Wartung von Getrieben oder sichere Kommunikationsverbindungen von den Parks zur Küste komplettieren das Angebot. Windenergie wird durch die typischen Schleswig-Holsteiner Anlagen in elektrische Energie umgewandelt und ist hier vor Ort eine der wichtigsten Energiequellen. Weitreichend und umfassend ist das Netz aus Wissenschaftlern und Unternehmen, die sich mit der Energiegewinnung aus Wind beschäftigen. Zu verdanken ist die Netzwerkarbeit unter anderem dem CE Wind Energy Schleswig-Holstein, das fachlich und personell in das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein integriert worden ist.

Frisch im Kopf

Kiel verfügt über eine hervorragende Infrastruktur für die Windindustrie und ist Ausbildungs- und Forschungszentrum der Windbranche in Norddeutschland: Kieler Hochschulen realisieren zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich erneuerbare Energien. Die Technische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterhält ein Wind­energielabor und ein Labor zur Netzintegration. Die Fachhochschule Kiel bietet die Studiengänge Wind Engineering und Offshore-Anlagentechnik an und betreibt über das hochschuleigene Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Nordsee die Forschungsplattformen FINO1 und FINO3. (Nicole Weinhold)

KiWi GmbH

Die Kieler Wirtschaftsförderung ist Zukunftsgestalter, Strukturentwickler und Dienstleister für den Wirtschaftsstandort Kiel. Wir betreuen Unternehmen, fördern Hochschul­potenziale sowie Zukunftsbranchen. Entwickeln Sie mit uns gemeinsam Ihre Zukunft im Norden.

Kontakt:

KiWi GmbH, Wissenschaftspark Kiel, Fraunhoferstraße 2–4, 24118 Kiel,
Dr. Andreas Borchardt,
Fon: 0431/24 84 – 136, Fax: 0431/24 84 – 111, aborchardt@kiwi-kiel.de

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