19.01.2012
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Spitzencluster-Wettbewerb

Windpowercluster geht leer aus

Der Windpowercluster ist beim bundesweiten Spitzencluster-Wettbewerb erneut nicht unter den Gewinnern. Das hat das Bundesforschungsministerium in Berlin bekannt gegeben.

 - Im August noch hoffnungsfroh: Die Windpowercluster-Repräsentanten Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergieagentur Bremerhaven/Bremen,  WAB, Andreas Reuter, Leiter des Fraunhofer IWES und Professor für Windenergietechnik an der Universität Hannover, und Stephan Barth, Geschäftsführer des Windenergieforschungszentrums Forwind.
Im August noch hoffnungsfroh: Die Windpowercluster-Repräsentanten Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergieagentur Bremerhaven/Bremen, WAB, Andreas Reuter, Leiter des Fraunhofer IWES und Professor für Windenergietechnik an der Universität Hannover, und Stephan Barth, Geschäftsführer des Windenergieforschungszentrums Forwind.
Fraunhofer IWES

Bei einem Sieg wäre der Wirtschafts- und Forschungsverbund für Offshore-Windenergie über einen Zeitraum von fünf Jahren mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert worden. Mehr als 300 Unternehmen und Institutionen aus der Schwerpunktregion Oldenburg/Bremerhaven/Bremen gehören ihm an.

„Das ist sehr schade“, sagte Clustermanager und Geschäftsführer der Windenergie-Agentur (WAB) Ronny Meyer wenige Stunden nach der Verkündung des Jury-Beschlusses. Man habe sich durchaus gute Chancen ausgerechnet, zu den fünf Siegern der abschließenden Wettbewerbsrunde zu gehören. Trotzdem habe sich der Bewerbungsprozess für die beteiligten Partner gelohnt: „Es gab zahlreiche Vernetzungen, die der Offshore-Branche in der Nordwest-Region neue Impulse gebracht und so den Cluster gestärkt haben.“ Die erarbeitete Strategie sei auf die Zukunft ausgerichtet und solle dennoch umgesetzt werden – nun eben langsamer.

Ziel des Spitzencluster-Wettbewerbs ist es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure eines Technologie- und Innovationsfeldes in einer Region zusammenzubringen, um Innovationsfähigkeit und Wachstum in Deutschland zu fördern. Schon im Vorjahr hatte sich das nordwestdeutsche Windkraftbündnis gute Chancen ausgerechnet. Damals war es mit der Begründung abgelehnt worden, das Cluster habe die Neu- und Einzigartigkeit seiner Forschungsansätze noch nicht so gut darstellen können. Der Juryvorsitzende Andreas Barner betonte ähnlich wie schon im Vorjahr, dass alle elf Cluster, die sich wie auch das Windpowercluster in Vorrunden schon gegen weitere 13 Mitbewerber durchgesetzt hatten, gute Arbeit geleistet hätten. Zugleich ermutigte er den Verbund und die übrigen nicht ausgewählten Initiativen: „Alle Finalisten sollten an ihren Strategien festhalten.“ 

Man wolle auf jeden Fall weiter für die Energiewende forschen und werde nicht müde, Fördermöglichkeiten zu identifizieren, machte der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES),  Andreas Reuter deutlich. Stephan Barth, Geschäftsführer von Forwind, einem Netzwerk der Windenergieforschungsabteilungen an den Universitäten Hannover, Oldenburg und Bremen, fügte hinzu: „Ziel des Windpowerclusters ist nach wie vor, Offshore-Windenergie zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten.“ 

(Anne-Katrin Wehrmann)

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