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Markbygden ETT

650-MW-Onshore-Windpark für Schweden

Mit 650 MW wird Markbygden ETT in Nordschweden der größte Onshore-Windpark an einem Standort in Europa sein und die installierte Basis an Windenergieanlagen in Schweden um mehr als 12,5 Prozent steigern.

 - So etwa soll es in den nächsten Jahren aussehenwenn der Großwindpark in Schweden gebaut wird.
So etwa soll es in den nächsten Jahren aussehenwenn der Großwindpark in Schweden gebaut wird.
Illustration: GE

GE und Green Investment Group Limited kooperieren bei Lieferung und Betrieb von Windenergieanlagen mit einer Leistung von 650 MW im Windpark Markbygden ETT in Nordschweden. Der Turbinenbauer will 179 3,6-MW-Turbinen mit 137 Metern Rotordurchmesser liefern. Die Rotorblätter werden mit einem System zur Rotorblattenteisung und Eisdetektion von LM Wind Power ausgestattet, das einen stabilen Betrieb gewährleistet und Ausfallzeiten reduziert. Darüber hinaus übernimmt GE die Vollwartung des Windparks über eine Laufzeit von 20 Jahren und stellt im Rahmen des Geschäftsbereichs Grid Solutions die Hochspannungsausrüstung für zwei Umspannwerke im Windpark bereit.

GE Energy Financial Services und die Green Investment Group haben das Projekt gemeinsam von Svevind übernommen und mehr als 300 Millionen Euro an Eigenkapital investiert, um den Windpark zu finanzieren. Die Eigenkapitalpartner haben insgesamt rund 800 Millionen Euro an Finanzierungsmitteln aufgebracht: Die Finanzberaterteams der Sponsoren suchten eine Mischung aus Finanzierung durch Förderbanken, dem Exportkreditmarkt und Geschäftsbanken, die mit dem nordischen Energiemarkt vertraut sind. Das Projekt wurde auf Basis einer Projektfinanzierung in Höhe von fast 500 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB), Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland (Hermes-Deckung), NordLB (als MLA und ECA Bank), KfW IPEX-Bank und HSH Nordbank strukturiert.

Ein Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) über 19 Jahre mit einer Tochtergesellschaft von Norsk Hydro, einem der größten Aluminiumproduzenten der Welt ermöglicht es Norsk Hydro, den Preis für einen beträchtlichen Teil des Strombedarfs für ihre norwegischen Aluminiumproduktionsstätten, die jährlich etwa 100.000
Tonnen produzieren, konstant zu halten.

Die Projektpartner haben mit dem Bau des Projekts begonnen, das voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 mit der Inbetriebnahme der Turbinen beginnen und bis Ende 2019 voll einsatzbereit sein wird. (Nicole Weinhold)