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Eigenversorgung mit Windkraft

Bottroper Unternehmen kauft FWT-Windenergieanlage

Die Prototypen der FWT 3000 sind bereits erfolgreich am Netz. Jetzt sollen seriengefertigte Anlagen folgen. Der erste deutsche Abnehmer der Windturbine ist das Versorgungsunternehmen der Emscher Genossenschaft Lippe Verband (EVLG) Betrem aus Bottrop.

FWT Betrem Knopfdruch
 - Bei der Inbetriebnahme der neuen FWT 3000: Burkhard Drescher (Innovation City), Klaus Strehl (Bürgermeister der Stadt Bottrop), Dr. Uli Paetzel (Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft), Ullrich Sierau (Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft und OB von Dortmund), Dagmar Dörtelmann (Geschäftsführerin der BETREM).
Bei der Inbetriebnahme der neuen FWT 3000: Burkhard Drescher (Innovation City), Klaus Strehl (Bürgermeister der Stadt Bottrop), Dr. Uli Paetzel (Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft), Ullrich Sierau (Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft und OB von Dortmund), Dagmar Dörtelmann (Geschäftsführerin der BETREM).
FWT/Fischbach

Nun ist die erste Serienmaschine in Deutschland am Netz. Prototypen wurden bereits in den Jahren 2013 und 2014 in Betrieb genommen. Das Unternehmen aus Bottrop ist ein Erzeuger von Energie aus umweltfreundlicher Abfallverwertung. Mit der Windenergieanlage will der FWT-Kunde weiter in den Bereich Nachhaltigkeit vorstoßen.. „Klimaschutz, Ressourcen-Schonung und regenerative Gewinnung von Energie werden einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen“ sagt Dagmar Dörtelmann, Geschäftsführerin von Betrem. Der produzierte Strom der Anlage soll in die Klärschlammverbrennungsanlage des Bottroper Abfallunternehmens einfließen.

Die Turbine hat einen Rotordurchmesser von 120 Metern und steht nur 150 Meter vom Bürogebäude des Abfallunternehmens entfernt. Die Anlage hat eine Erzeugungskapazität von drei Megawatt (MW) und ist für Mittel- bis Schwachwindstandorte ausgelegt. Wie viel Jahresenergie-Erträge das Windrad am Standort in Bottrop liefern soll, erklären die Partner des Windturbinen-Projektes bislang nicht. Bei einer mittleren Jahresgeschwindigkeit von 8,5 Metern pro Sekunde betrage die Jahreserzeugung der Anlage gut 14 Millionen Kilowattstunden (kWh), erklärte FWT. An einem Standort mit extrem geringem Windaufkommen von nur 5,0 Meter pro Sekunde, könne sie dank ihrer Auslegung immer noch sechs Millionen kWh pro Jahr erzeugen. Irgendwo dazwischen sei der Standort bei Bottrop einzuschätzen. Für den Geschäftsführer von FWT, Henning Zint, ist das Projekt mit der FWT 3000 ein Beleg für die Kompetenz des Westerwälder Windanlagenherstellers, der 2012 unter seinem ursprünglichen Namen Fuhrländer insolvent geworden war. Nach einer zwischenzeitlichen Führung durch Investoren aus der Ukraine gehört das Unternehmen heute offiziell dem Geschäftsführer Bernd Gieseler. Mit FWT 3.000 speist erstmals eine kommerzielle Anlage des schon 2012 von Fuhrländer auf der Windenergiemesse in Husum vorgestellten Antriebskonzeptes ein, das mit einer extrem kompakten Hybridkomponente aus Generator und Getriebe arbeitet. Diese Komponente liefert der nordrhein-westfälische Zulieferer Winergy. Zusätzlich zum Kauf der Anlage hat Betrem mit FWT einen Vollwartungsvertrag auf 15 Jahre abgeschlossen.

(Marike Ziehmann)