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E-Mobilität 2.0

Elektrifizierte Straße liefert Strom während der Fahrt

Über eine Stromschiene in der Fahrbahn können E-Mobile jetzt während der Fahrt geladen werden. Was bringt das für die Verkehrswende?

 - Montage der Schiene für die Stromzufuhr.
Montage der Schiene für die Stromzufuhr.
Foto: eRoadsArlanda

Elektrifizierte Straßen, die ein dynamisches Aufladen während der Fahrt ermöglichen, können es vielleicht überflüssig machen, dass Fahrzeuge längere Strecken ohne einen Stopp zum Aufladen fahren können. Ein Ausbau elektrifizierter Straßen hätte zudem den Effekt, dass Elektrofahrzeuge mit kleineren Batterien auskämen und trotzdem eine unbegrenzte Reichweite hätten.

„Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs ist ein wichtiger Faktor zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen. Der CO2-Ausstoß von Lkw macht ungefähr ein Viertel der Gesamtemissionen des Straßenverkehrs aus. Somit kann die Entwicklung von elektrifizierten Straßen ein wichtiges Puzzleteil bei der Verringerung der Emissionen im Verkehrssektor sein", erklärt Annika Ramsköld, Leiterin des Nachhaltigkeitsbereichs bei Vattenfall.

Ein Jahr im Test

 - So funktioniert die Technik
So funktioniert die Technik
Grafik: aRoadArlanda

Der Strom gelangt über eine Schiene in der Straße und einen bewegbaren Arm zum Lkw. Die zwei Kilometer lange E-Road Arlanda wird nun über einen Versuchszeitraum von mindestens einem Jahr unter anspruchsvollen Straßen- und Witterungsverhältnissen getestet. Die eigens angefertigten, vollständig elektrisch angetriebenen 18-Tonner-Lkw des Projekts werden während dieses Zeitraums Güter zwischen dem Frachtterminal des Flughafens und der Logistikfirma Post Nord befördern.

 - Diese Straße in der Nähe des Stockholmer Flughafens Arlanda wird gerade umgebaut zur E-Mobilitäts-Ladestraße.
Diese Straße in der Nähe des Stockholmer Flughafens Arlanda wird gerade umgebaut zur E-Mobilitäts-Ladestraße.
Foto: eRoadArland

Wie teuer ist die elektrische Straße? Laut E-Roads Arlanda würde es 80 Milliarden Schwedische Kronen kosten, 20.000 Kilometer Straße umzubauen, berücksichtigt werden muss aber auch der fossile Spritpreis im Vergleich zum elektrischen Strom. Letztlich ließe sich Geld sparen, so die Firma. Nach nur drei Jahren könnten sich solche Straßen amortisiert haben.

Vor einem Monat, am 11. April, wurde die Teststrecke vom schwedischen Infrastrukturminister Tomas Eneroth eingeweiht. Beteiligt sind an dem Projekt Elways, NCC, PostNord, ABT-bolagen, Vattenfall, DAF, KTH, Kilenkrysset, VTI, E-traction, GCT, KTH, Bilprovningen, Airport City Stockholm, Sigtuna Municipality, Swedavia, Arlanda Stad Holding, TraningPartner, FirstHotel, Frost Produktion, SMM Dulevo und Sandströms Elfirma.

(Nicole Weinhold)