08.08.2017
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Akzeptanzumfrage 2017

Bürger sind für den EE-Ausbau, aber für weniger Geld

Die Deutschen stehen nach wie vor hinter der Energiewende. Laut der jährlichen Akzeptanzumfrage der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) bewerten 95 Prozent der Befragten den Ausbau der Erneuerbaren als wichtig bis außerordentlich wichtig. Im vergangenen Jahr waren 93 Prozent gewesen. Allerdings sinkt die Zustimmung zur Höhe der Kosten.

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Agentur für Erneuerbare Energien

„Das Ergebnis der Umfrage beweist, wie breit der gesellschaftliche Konsens ist, der die Energiewende in Deutschland trägt”, sagt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE. „95 Prozent sind ein deutliches Votum an die kommende Bundesregierung, den Ausbau der erneuerbaren Energien entschlossen voranzutreiben“, so Boenigk mit Blick auf die Bundestagswahl im September.

Für die Umfrage hat Kantar Emnid im Auftrag der AEE 1016 repräsentativ ausgewählte Menschen nach ihren Einstellungen zu Klimaschutz, dem Ausbau der Erneuerbaren und deren Finanzierung befragt. Dabei ergab sich wie in den vergangenen Jahren auch ein sehr hohe Zustimmung, die verglichen mit der Vorjahresumfrage sogar leicht gestiegen ist: 65 Prozent der Umfrageteilnehmer äußern sich grundsätzlich positiv gegenüber Anlagen im Umkreis von fünf Kilometern vom Wohnort, 2016 waren es 62 Prozent.

Zustimmung wächst mit Erfahrung

Die Zustimmung ist deutlich höher, sobald die Menschen bereits Erfahrung mit entsprechenden Anlagen haben. Während beispielsweise 72 Prozent aller Befragten Solarparks im Wohnumfeld zustimmen (2016: 73 Prozent), steigt der Zustimmungswert sogar auf 94 Prozent (2016: 90 Prozent), wenn sich tatsächlich eine Anlage in der Umgebung der Befragungsteilnehmer befindet. Bei der Windenergie sind es deutlich weniger: 57 Prozent der Befragten finden Windparks in ihrer Umgebung gut (2016: 52 Prozent). Wenn es schon Parks in der Umgebung gibt, steigt der Anteil auf 69 Prozent (2016: 69 Prozent). Die Zustimmungswerte für Kohlekraftwerke sind hingegen weit abgeschlagen im einstelligen Prozentbereich.

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Agentur für Erneuerbare Energien

Die wichtigsten Vorteile der Erneuerbaren Energien sind für die Menschen in Deutschland die Zukunftssicherheit und der Klimaschutz. So stimmen 75 Prozent der Teilnehmer der Aussage zu, dass die Erneuerbaren zu einer sicheren Zukunft unserer Kinder und Enkel beitragen. 72 Prozent bejahen die Aussage, dass die Energie aus Sonne, Wind, Biomasse & Co. das Klima schützt. „Die Menschen in Deutschland wissen, dass der Ausbau weiter voran gehen muss, damit wir unsere Verpflichtungen zum Klimaschutz und gegenüber den nachkommenden Generationen erfüllen können“, unterstreicht Boenigk.

37 Prozent: EEG-Umlage zu hoch

Wenn es aber um die Finanzierung des Erneuerbaren-Ausbaus sinken die Zustimmungswerte. So ist die Mehrheit der Befragten zwar bereit, ihren Beitrag per EEG-Umlage über den Strompreis zu leisten: 48 Prozent bewerten den aktuellen monatlichen Beitrag von 20 Euro je 3-Personen-Haushalt (3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch) für angemessen, 8 Prozent sogar bereit sind, mehr für den Ausbau der Erneuerbaren zu bezahlen. Lediglich 37 Prozent halten den Beitrag für zu hoch.

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Agentur für Erneuerbare Energien

2016 aber fanden noch 54 Prozent den Beitrag angemessen, 6 Prozent zu niedrig. 36 Prozent waren der Meinung, sie sei zu hoch. 2015 waren sogar noch mehr Bürger der Meinung, die Finanzierung sei in Ordnung: 63 Prozent der Befragten empfanden die damalige Höhe der EEG-Umlage als angemessen oder zu niedrig, lediglich 31 Prozent als zu hoch.

Insgesamt bleibt aber die Meinung seit Jahren stabil: Die Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren ist laut den von der AEE beauftragten Umfragen seit 2007 bei über 90 Prozent geblieben. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch hat sich indes von rund 14 Prozent im Jahr 2007 auf knapp 32 Prozent im Jahr 2016 gesteigert. (Katharina Wolf)

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