09.04.2018
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Photovoltaikförderung in Deutschland

Bundesnetzagentur startet zweite Solarausschreibung

Die Bundesnetzagentur hat eine neue Auktionsrunde für Vergütungen von Strom aus Solarparks gestartet. Insgesamt stehen fast 182,5 Megawatt Leistung zur Versteigerung. Die Gebotsgrenze liegt – wie in der vorangegangenen Auktion – bei 8,84 Cent pro Kilowattstunde. Die Auktion läuft noch bis zum 1. Juli.

 - Die Leistung der Solarparks, die im vergangenen Jahr außerhalb der Ausschreibungen gebaut wurde, wird in diesem Jahr vom Auktionsvolumen abgezogen.
Die Leistung der Solarparks, die im vergangenen Jahr außerhalb der Ausschreibungen gebaut wurde, wird in diesem Jahr vom Auktionsvolumen abgezogen.
IBC Solar

Die Bundesnetzagentur hat die zweite diesjährige Ausschreibungsrunde für Solarparks gestartet. Insgesamt werden Marktprämien für Strom aus Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 182,479 Megawatt zu versteigert. Ursprünglich sind 200 Megawatt Ausschreibungsvolumen pro Auktion vorgesehen. Allerdings wird hier die Leistung der Solarparks abgezogen, die im vergangenen Jahr außerhalb von Ausschreibungen errichtet wurden. Das waren 2017 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 52,562 Megawatt. Verteilt auf drei Ausschreibungsrunden, die pro Jahr vorgesehen sind, werden pro Auktion damit gut 17,5 Megawatt abgezogen. Vor allem handelt es sich hier um die sogenannten 749-Kilowatt-Analgen, die gebaut werden, um die Vergütung zu bekommen, ohne vorher an einer Ausschreibung teilgenommen zu haben.

Nur der Preis zählt

Die Projektierer und Investoren können noch bis zum 1. Juni 2018 ihre Gebote bei der Bundesnetzagentur in Bonn abgeben. Diese müssen bis Mitternacht dieses Tages dort eingegangen sein. Wie in den vorangegangenen Ausschreibungsrunden wird auch dieses Mal die Vergütung über das sogenannte Bay-as-bid-Verfahren ermittelt. Das heißt, jeder Projektierer oder Investor bekommt genau die Vergütung, die er in der Ausschreibung geboten hat, so das Projekt überhaupt einen Zuschlag bekommt. Dabei erhalten die niedrigsten Gebote einen Zuschlag. Ein anderes Kriterium wie etwa eine Verteilnetzkomponente, die bei den technologieoffenen Ausschreibungen zum Tragen kommt, gibt es nicht. Einzige Grenze ist: Das Gebot darf 8,84 Cent pro Kilowattstunde nicht überschreiten. Liegt es darüber, wird es automatisch von der Auktion ausgeschlossen.

Ausgeschlossen werden auch Gebote, die mit alten Formularen eingereicht werden. Denn die Bundesnetzagentur weißt ausdrücklich darauf hin, dass nur die aktuelle Formulare verwendet werden dürfen. Sie stehen zum Download auf der Internetseite der Behörde bereit.

Projekte auf Ackerflächen sind noch möglich

Wie in den vorangegangenen Auktionsrunden können auch dieses Mal Projekte auf landwirtschaftlichen Nutzflächen in benachteiligten Gebieten angeboten werden. Das gilt allerdings nur für Bayern und Baden-Württemberg. Denn die Kontingente dort sind noch nicht ausgeschöpft. Im Freistaat sind noch 20 Zuschläge übrig. In Baden-Württemberg können noch Projekte mit einer Gesamtleistung von 96,55 Megawatt auf Acker- und Grünflächen an der Ausschreibung teilnehmen. Allerdings können sich die noch verfügbaren Kontingente auf solchen Flächen noch reduzieren, wenn Projekte in der technologieoffenen Ausschreibung einen Zuschlag bekommen, die auf Ackerland und Grünflächen geplant sind. Ob dem so ist, erfahren die Projektierer auf der Internetseite der Bundesnetzagentur, wenn die Ergebnisse dieser Auktion bekannt gegeben werden. Das wird in den nächsten Tagen geschehen. Denn die Ausschreibung wurde zum 1. April beendet. (Sven Ullrich)

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