10.10.2017
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Energieeffizienz

Heizanlage fernüberwachen per Smartphone

Contracting-Firmen erwerben Heizanlagen, um die produzierte Wärme im Rahmen der gewerblichen Wärmelieferung zu veräußern. Ein Contractor garantiert einem Betreiber einen festen Wirkungsgrad. Je effizienter die Anlage läuft, desto größer ist sein Ertrag.

 - Tixi Wand.Boxen bieten viele Schnittstellen in Hard- und Software. Weitere  Anpassungen können  hinzugefügt werden.
Tixi Wand.Boxen bieten viele Schnittstellen in Hard- und Software. Weitere Anpassungen können hinzugefügt werden.
Grafik: Tixi.Com GmbH & Co. KG

Der Betreiber eines Gebäudes, beispielsweise eines Einkaufszentrums, hat im Allgemeinen kein eigenes Interesse an einer effizienten Wärmeerzeugung, denn deren Kosten werden weitergegeben. Doch ein Contractor garantiert dem Betreiber einen Wirkungsgrad: Je effizienter die Anlage läuft, desto größer ist sein Ertrag. Wenn der tatsächliche Wirkungsgrad der Anlage jedoch kleiner ist als der garantierte, fährt die Anlage für ihn einen Verlust ein. Gerade deshalb ist es von großem Interesse, den Wirkungsgrad jeder Anlage laufend zu überwachen – möglichst aus der Ferne per Browser am PC oder noch besser einem Smartphone oder Tablet. Für diese Aufgabe nutzen jetzt Contractoren die Gateways und Datenlogger zum Beispiel der Tixi.Com GmbH & Co. KG. Mit ihnen überwachen sie Daten von Wärmemengen- und Gaszählern sowie Temperaturdaten von Anlagen, sammeln und senden sie zentral an eine Industrie-4.0-Cloud oder Leittechnik-Software per DSL oder Mobilfunk.

Allein in Deutschland gibt es mehr als hundert Hersteller von Heizungsanlagen mit speziellen Steuerungselektroniken. Auf die Eigenheiten dieser unterschiedlichen Regelsysteme müssen sich Contracting-Unternehmen speziell einstellen.  „In der Regel werden die Zählerstände der Wärmezähler und Gaszähler einmal pro Quartal oder bei kleineren Anlagen einmal im Jahr manuell vor Ort aufgenommen und später im Büro in den Computer eingegeben“, berichtet Martin Braband, Geschäftsführer von Tixi.Com. „Dies ist umständlich und zeitaufwendig. Viele Firmen führen diese Arbeiten nicht selbst durch, sondern wenden sich an Messdienstleister. Mit einer Verzögerung von drei bis zwölf Monaten sind allerdings weder zeitnahe Optimierung noch eine vorbeugende Wartung oder Effizienzsteigerung möglich.“ Doch die Fernüberwachung hilft dabei, Zeit einzusparen, vorausschauend zu planen und stets über alle Heizungsanlagen umfassend informiert zu sein. Deutschlandweit verfügt Tixi bisher nach eigenen Angaben über die einzige All-in-One-Lösung für Sub-Metering, Alarmierung, Störmeldung, Industrie 4.0 und intelligentes Datenlogging sowie Kontrolle über das Internet per Leittechnik.

Lokale Regeln – ohne IT-Know-how selbst definieren

Die Gateways reagieren flexibel auf verschiedene Bedingungen. Sie können beispielsweise zu bestimmten Zeiten automatisch auf Sommerbetrieb schalten, sobald jedoch eine ausgewählte Außentemperatur nach festlegbaren Regeln unterschritten wird, schaltet das Gerät wieder auf Wintermodus um. Der Anwender definiert die Reaktionen und Bedingungen selbst. Dies ist auch ohne Einsatz teurer Gebäudeleittechnik möglich und der Monteur vor Ort muss nicht über spezielle IT-Kenntnisse verfügen, denn eine Installation ist einfach per Smartphone zu prüfen und zu korrigieren. Dies beschleunigt die Arbeit und reduziert somit auch die Personalkosten erheblich. Weitere Informationen hier.

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