03.07.2018
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AEE veröffentlicht Statusreport

„Länderwettbewerb treibt die Energiewende“

Die Bundesländer sind wesentliche Treiber der Energiewende. Das ist ein Ergebnis der Publikation „Statusreport Föderal Erneuerbar 2018“, die jetzt von der Agentur für Energiebare Energien (AEE) vorgestellt wurde. Ob es um die Flächenausweisung für erneuerbare Energien, den Ausbau der Strom- und Wärmenetze oder – wie aktuell in der Kohlekommission – um den weiteren Umgang mit den bestehenden fossilen Kraftwerken geht, überall haben die Länder einen entscheidenden Einfluss.

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Foto: pixelio.de/Martin Berk

Auf knapp 240 Seiten beschreibt die Publikation die jüngsten Entwicklungen der Energiewende auf Länderebene. Aktuelle Zahlen, Fakten und Infografiken sowie Interviews mit den zuständigen Ministerinnen und Ministern, energiepolitische Analysen und Best-Practice-Beispiele machen die Schwerpunkte der jeweiligen Landesregierungen bei der Energiewende deutlich. Und so unterschiedlich die Bundesländer sind, so unterschiedlich gestaltet sich auch ihr Umgang mit der Energiewende.

„Der Report zeigt, dass sich die Vielfalt der Bundesländer auch in unterschiedlichen, individuellen Energiewende-Ansätzen widerspiegelt. Das ist gut so, denn die Energiewende braucht vielfältige, dezentrale und passgenaue Lösungen“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V.

Denn die Länder verfügen neben dem bundeseinheitlich geltenden EEG über eigenständige Kompetenzen im Bereich erneuerbare Energien: Energie-, Bauordnungs-, Raumordnungs-, Landesplanungs- und Kommunalrecht bieten den Ländern große Spielräume - beispielsweise in den unterschiedlichen Windenergieerlassen der Bundesländer. Auch sei die Wärmeversorgung nicht durch das Energiewirtschaftsgesetz geregelt, so dass auch hier Möglichkeiten für die Bundesländer entstehen.

Die Länder als Treiber der Energiewende

Der Wettbewerb untern den Ländern wirke dabei durchaus als Treiber der Energiewende, so die AEE. Dies sei an unterschiedlichen politischen Ausrichtungen und strategischen Ansätzen ablesbar, die im Föderal-Report ebenfalls portraitiert werden. „Ganz gleich ob es um den Umbau des Kraftwerksparks, die Ansiedelung und Förderung zukunftsgerichteter Energie-Unternehmen oder die Erhaltung der Akzeptanz für die Energiewende geht: Die Länder haben ganz unterschiedliche Ansätze und können eine Menge voneinander lernen. So können sie das Tempo der Energiewende als Ganzes vorantreiben – was angesichts des deutlichen Verfehlens der Klimaziele 2020 auch nötig ist“, fasst Vohrer zusammen.

Die einzelnen Teilkapitel des Statusreportes, der im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projektes Föderal Erneuerbar erstellt wurde, können in der Mediathek des AEE-Bundesländerportals kostenlos heruntergeladen werden.

Die Druckausgabe kann bei Bestellung von Einzelexemplaren kostenfrei über den Shop der AEE bezogen werden.

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