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Neuer Rekord

Offshore-Parks liefern fast 20 Prozent des deutschen Windstroms

Insgesamt erzeugten die Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee im vorigen Jahr mehr als 24 Terawattstunden Strom.

Inhaltsverzeichnis

Katharina Wolf

Die Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee haben einen neuen Rekord aufgestellt. Laut Netzbetreiber Tennet erzeugten sie mit 20,21 Terawattstunden (TWh) einen neuen Spitzenwert. Damit könnte laut Tennet der jährliche Stromverbrauch von mehr als sechs Millionen Haushalten gedeckt werden. Das Ergebnis 2019 übertrifft den Vorjahreswert von 16,75 TWh um 20,7 Prozent.

Die Windenergieanlagen in der Ostsee haben nach Angaben des Unternehmens 3,95 TWh erzeugt, so dass der gesamte Offshore-Ertrag Deutschlands bei 24,16 TWh lag. Zuzüglich 97,91 TWh erzeugter Onshore-Windenergie kommt der Gesamtertrag auf 122,07 TWh. Damit schafft der Nordsee-Windertrag im Jahr 2019 einen Anteil von 16,6 Prozent, Nord- und Ostsee erreichen zusammen fast 20 Prozent.

Ausbau-Ziel erreicht: 6,4 MW in der Nordsee installiert

Gleichzeitig ist das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 insgesamt 6,5 GW Erzeugungskapazität in Nord- und Ostsee zu errichten, bereits übertroffen: Allein in der Nordsee waren laut Tennet am Stichtag 31. Dezember 2019 bei 6,436 MW installiert. Was den Netzanschluss betrifft liege das Unternehmen über Plan: Die zwölf in Betrieb befindlichen Offshore-Netzanschlusssysteme, die Strom an Land übertragen, haben eine Gesamtkapazität von 7.132 Megawatt. Der bisherige Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks in der Nordsee wurde laut Tennet am 5. Dezember 2019 mit 6.077 MW erreicht.

Bis 2025: 10.000 MW Übertragungskapazität in der Nordsee

„Wir freuen uns, das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von unserer Seite schon vorzeitig erfüllt zu haben“, sagte Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. Drei weitere Offshore-Netzanschlüsse seien in der Umsetzung, so dass im Jahr 2025 allein in Deutschland rund 10.000 MW Übertragungskapazität in der Nordsee zur Verfügung stehe. Ebenso konsequent treibe das Unternehmen den Netzausbau an Land voran

Für das kommende Jahr kündigte Meyerjürgens die Inbetriebnahme des Stromverbindung Nordlink an. Das 623 km lange Gleichstromkabel mit einer Leistung von 1.400 MW werde ab Ende 2020 erstmals die Strommärkte Deutschlands und Norwegens direkt miteinander verbinden und deutsche Windenergie mit norwegischer Wasserkraft im gegenseitigen Austausch koppeln. Mit Partnern in der Automobilindustrie erprobe Tennet zudem derzeit in vielversprechenden Testläufen Stromspeicherung und -austausch zwischen Elektroautos und dem Netz.

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