Nachdem schon zu Beginn des letzten Jahres Meyer Burger aus der Modulproduktion in Deutschland ausgestiegen ist, schließt das Unternehmen jetzt auch die Zellproduktion. Mehr als 600 Jobs stehen auf der Kippe.
Das neue Werk von Aiko läuft komplett mit Ökostrom. Beim Aufbau der Produktionsstätte hat das Unternehmen zudem auf Effizienz und die Möglichkeit der Preissenkung geachtet.
Nach Angaben des Unternehmens sind es die ersten beiden Fertigungen, die nach den neuen Standards der Solar Stewardship Initiative zertifiziert wurden. Dabei ist Trinasolar auf dem Weg, höhere Anforderungen seitens der europäischen Solarindustrie zu erfüllen.
Aufgrund des Preisverfalls bei Solarmodulen hat Meyer Burger im vergangenen Jahr mehr Module hergestellt, aber weniger abgesetzt. Die schlechte Bilanz führt zur ernsthaften Überlegung, aus der europäischen Modulproduktion auszusteigen.
Solarwatt hat den Absatz von Modulen im vergangene Jahr verdoppelt und auch in diesem Jahr ist die Nachfrage gut. Deshalb steigert das Unternehmen seine Produktionskapazität von 250 auf 500 Megawatt pro Jahr.
Die Gläubiger haben der Übernahme von Q-Cells durch Hanwha zugestimmt. Damit ist der Kaufvertrag, den der Insolvenzverwalter ausgehandelt hat, genehmigt. Hanwha will die Produktion nicht nur in Malaysia sondern auch in Deutschland erhalten. Arbeitsplatzabbau gibt es vor allem in der Verwaltung.
Die gebäudeintegrierte Photovoltaik hat Zukunft. Hier entscheidet aber nicht allein der Preis, die Kunden haben ihre eigenen ästhetischen Vorstellungen. Die Widersprüche zwischen Solarindustrie und Baubranche müssen gemeinsam gelöst werden.
Die Analysten von IMS Research führen die Pleite des amerikanischen Modulproduzenten Solyndra auf die zu hohen Herstellungskosten zurück. Am Markt kann nur bestehen, wer billig Module baut und sie zu einem niedrigen Preis am Markt anbietet.