Trotz seiner Aussagen und politischen Entscheidungen hat der US-Präsident dafür gesorgt, dass der Ausbau von erneuerbarer Energieinfrastruktur in seinem Land ansteigt. Auch die Erholung des globalen Ölmarkts wird das nicht aufhalten.
US-Präsident Donald Trump setzt seinen Kurs für die konventionelle Energiewirtschaft unbeirrt fort: Nach der Ernennung eines Klimawandelleugners zum Umweltminister zu Beginn seiner Amtszeit berief er jetzt den Kohlekraftlobbyisten Andrew Wheeler zum Vize der Umweltbehörde EPA und damit zum Überwacher der Kohleindustrie. Derweil nimmt die Windkraft ausgerechnet jetzt Fahrt auf wie lange nicht mehr.
Eigentlich kein Zweifel. Der zweitägige EU-Gipfel sollte zur Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele in der Europäischen Union (EU) Beschlüsse fassen. Dazu mahnt der WWF. Doch Zweifel sind angebracht.
Trump und der Klimawandel, das ist keine gute Geschichte. Er glaube nicht daran, twitterte Trump schon 2012. Das Abkommen von Paris bezeichnete er als „in höchstem Maße unfair für die USA“. Das Bundesumweltministerium hat diese und weitere Behauptungen aus der Rede von Donald Trump zum Austritt aus der Klimaschutzvereinbarung mal einem Faktencheck unterzogen.
Der US-amerikanische Präsident hat wie angedroht den Ausstieg seines Landes aus den beim UN-Klimavertrag von Paris 2015 gemachten klimapolitischen Selbstverpflichtungen verkündet. Deutsche und andere europäische Spitzenpolitiker zeigen sich empört. Doch denkt Berlin selbst gar nicht daran, die deutschen Ziele doch noch zu schaffen.
„Die Welt zuerst“ statt Amerika zuerst: Greenpeace hat dem Besuch des neuen Energiewende-skeptischen US-Präsidenten Donald Trump beim Papst eine Botschaft vorausgeschickt. Die Umweltschutzorganisation wollte sicherstellen, dass Klimaschutz zum kritischen Gesprächsthema zwischen Mr. President und Pontifex wird – was offenbar funktionierte.
Ach wie schön, dass es Trump gibt. Und Putin. Und die deutschen Talk-Shows. Da geht unter, dass gerade das EU-Parlament eine sehr schlechte Reform des CO2-Zertifikatehandels beschlossen hat.
Der Neoliberalismus ist tot, es lebe der Populismus! So lässt sich zugespitzt aus Protestwählersicht die vermeintliche Zeitenwende durch den neuen US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump umschreiben. Tatsächlich müssten Energiewende-Politiker eine Chance der neuen Situation nutzen, um den auch gegen sie gerichteten Trend zu lähmen – ganz aktuell übrigens in Berlin.