Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Das kann man besser machen

Eine CO2-Steuer, schrittweise ansteigend und sozial abgefedert, ist ideal für Klima und Gesellschaft. Einfacher und wirksamer als 20 bürokratische Vorschriften“, sagt Ernst von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome, im Rahmen der Klimakampagne #wählbar2021.de. Und damit hat der alte Herr mal wieder Recht. Während sich Regierungsvertreter für ihre Nachbesserungen im Klimaschutzgesetz selbst auf die Schultern klopfen, sind sich Umweltschützer, Energiewende-Experten und Verbände in einem Punkt einig: Die schönsten Ziele nützen nichts, wenn keine Maßnahmen verabschiedet werden, um diese zu erreichen. Was bleibt, ist die Befürchtung, dass es sich bei den jüngeren Regierungsaktivitäten zum Thema Klimaschutz eher um Wahlkampfpolitik handelt, als um eine engagierte Arbeit an Lösungen.

Verbesserungen beim Repowering

Fairerweise muss gesagt werden, dass tatsächlich einige wenige Maßnahmen verabschiedet wurden. Ein wirksamer CO2-Preis gehört bisher nicht dazu, aber dafür gibt es ein paar Fortschritte bei Speichern, Wasserstoff, Flexibilisierung und in der Windkraft beim Thema Repowering. Unser Redakteur Tilman Weber hat die Neuerungen für Sie unter die Lupe genommen. | 16

Speziell Erleichterungen für das Repowering sollen helfen, eine Rückbauwelle bei alten Windparks ohne Ersatz durch neue Turbinen aufzuhalten. Fest steht, dass viele Betreiber von Bestandsanlagen mit Wegfall der EEG-Vergütung bei immer noch viel zu niedrigen Börsenstrompreisen nicht wissen, wie sie ihre Anlagen wirtschaftlich weiterbetreiben sollen. Und schließlich ließen sich bisher nur rund 30 Prozent der alten Turbinen durch neue Anlagen ersetzen, weil diese vor 20 Jahren zum Beispiel sehr nah an Wohnhäusern errichtet wurden. Für den Weiterbetrieb aber müssten die alten Turbinen viel effizienter betrieben werden als bisher. Wie das funktionieren kann, erklären Betriebsführer und Serviceleiter in unserer Titelgeschichte. | 26

Die Wirtschaftlichkeit muss stimmen, das ist klar. Damit neue Wind- und Solarparks aber überhaupt erst einmal entstehen können, müssen sie genehmigt werden. Und da hapert es an vielen Stellen auf kommunaler Ebene. Lesen Sie in dieser Ausgabe, welche Tricks Windkraftplaner anwenden können, damit es etwas schneller geht. | 34

Die Projektierer von Solarkraftwerken haben es nicht viel leichter. Auch ihnen schlägt ein rauer Wind entgegen, wenn es um Planungen in bisher unbebauter Landschaft geht. Dabei leisten sie wertvolle Beiträge für die Natur. | 54

Ein Grund, warum wir auf keine einzige Regenerativanlage verzichten können, ist die Sektorkopplung. Wollen wir Gebäudebestand und Mobilität CO2-neutral gestalten, brauchen wir dafür sauberen Strom. Entsprechend wird übrigens auch der Stromverbrauch nicht sinken, wie es das Bundeswirtschaftsministerium glauben will, sondern steigen. Die Industrie ist derweil schon einen Schritt weiter und kommt mit zahlreichen Lösungen zum Beispiel zum Thema Ladesäulen für E-Mobilität. In unserer Miniserie, die wir gemeinsam mit der Zeitschrift photovoltaik umgesetzt haben, erfahren Sie mehr zu neuen Technologien rund ums Laden. | 39

An dieser Stelle möchte ich Sie noch kurz auf unseren neuen Internetauftritt aufmerksam machen. Unter www.erneuerbareenergien.de finden Sie jetzt neben der aktuellen Berichterstattung viele zusätzliche Angebote und Aktionen. Informieren Sie sich dort über unsere Publikationen zur Husum Wind. Wir unterstützen Ihr Unternehmen zum Beispiel mit unserer täglichen Messezeitung im Print und online.

Außerdem finden Sie dort neue Angebote für das Abonnement unseres Magazins - auch als E-Paper.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Nicole Weinhold,
Chefredakteurin Erneuerbare Energien

Tags