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„Können jede Windpark-Rückbaugröße bewältigen“

Wie schnell und in welcher Windparkgrößenordnung können Sie rückbauen?

Georg Kohlmüller: Grundsätzlich können wir jegliche Größenordnung bearbeiten, ob 1, 10 oder 100 Anlagen, wie wir das 2022 und 2023 in einem Projekt in Sizilien erledigten: drei bis vier Windparks mit jeweils rund 30 Anlagen hintereinander. Normalerweise erfordert der Rückbau einer Anlage zwei Werktage: einen Tag für die Vorbereitung, einen weiteren für den Rückbau mit Kran. Während der Kran zur nächsten Windenergieanlage umsetzt, bereiten wir diese auf die Kranarbeiten vor. Aber: Bei zu viel Wind können wir nicht rückbauen. Und unsaubere Zufahrtsstraßen können die Umsetzzeit des Krans verzögern. Bei größeren Projekten arbeiten wir in klar festgelegten Zeitfenstern von vielleicht zwei bis drei Monaten. Zeitgleich laufen im Windpark auch Vorbereitungsarbeiten wie das Einrichten neuer Zufahrtsstraßen. Hier planen wir mit Auftraggebern und Subunternehmern den Ablauf so, dass sich die Arbeiten nicht behindern. Indem wir die Altanlagen sofort nach Rückbau abfahren und verwerten, schaffen wir Freiraum für den Projektablauf. Ein Kranausfall bedeutet für unsere Bau-Teams mitunter eine Woche Freiraum, die wir flexibel füllen: auch mit kurzfristig aufkommenden Service- oder Rückbauprojekten. Umgekehrt passiert es, dass Anfang der Woche eine Anlage zum Rückbau angemeldet wird, weil der Kran ein freies Zeitfenster hat, und wir diese zum Ende der Woche rückgebaut haben.

Spannend sind für uns Parks, für die wir individuelle Rückbau-­Konzepte entwerfen.

Georg Kohlmüller, Geschäftsführer, ggep

Foto: ggep

Welche spannenden Referenzprojekte hatten Sie zuletzt erledigt?

Georg Kohlmüller: Spannend sind für uns auch Parks, für die wir individuelle Rückbaukonzepte entwerfen, auch Havarie-Anlagen. Für Altanlagen haben wir zudem eine effiziente Technik entwickelt, um abgebrochene Rotorblattschraubbolzen noch in der Nabe oben auszubohren und auszutauschen.

GGEP tauscht auch Großkomponenten, um Altanlagen weiterbetreiben zu lassen. Wie sehr sind Sie Altanlagenbetreuer?

Georg Kohlmüller: Man kann sich uns als Altanlagendoktoren vorstellen! Ob ein Weiterbetrieb sinnvoll ist, das analysieren Gutachter, aber häufig ermöglicht der Austausch einer irreparablen Großkomponente es, dass Altanlagen sich aus technischer Sicht eine ganze Weile weiterdrehen. (tw)

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