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25.01.2017

Neue Eichverordnung

Keine Zulassung für E-Taxis?

Bremst die Politik bei E-Taxis? Der Bundesverband eMobilität (BEM) schlägt Alarm. Der Grund liegt in der neuen Eichverordnung für Taxameter. Nur wenn der Hersteller eines Autos dieses auch als Taxi anbietet, darf es als solches zugelassen werden.

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Seit Ende 2016 werde die Neuzulassung von E-Taxis gesetzlich erheblich erschwert, klagt BEM: Am 1. November 2016 endete die Übergangsfrist der neuen Eichverordnung für Taxameter. Damit fielen derzeit bis auf den Leaf und den eNV200 von Nissan alle Elektrofahrzeuge aus dem Angebot.

„Lediglich Nissan hat bis heute elektrische Taxifahrzeuge im Angebot, die über den Kooperationspartner Intax ausgerüstet werden. Alle anderen Elektrofahrzeuge sind laut aktueller Gesetzeslage nicht mehr als Taxi umrüstbar. Damit auch Tesla, der neue Ampera-e und alle anderen neu auf den Markt kommenden Elektrofahrzeuge, die eine ausreichende Reichweite bieten werden. Meine zwei bestellten Tesla Model 3, die ich 2018 einsetzen wollte, kann ich damit einstampfen. Es sei denn Tesla lässt sich doch noch davon überzeugen, bei Intax als Hersteller die Taxiumrüstung in Auftrag zu geben“, erklärt Peter Köhl, Geschäftsführer der Taxi Center Ostbahnhof GmbH.

Jede Taxifahrt eine Demonstration der neuen Technik

„Hier muss dringend auf politischer Ebene nachgebessert werden“, sagt BEM-Präsident Kurt Sigl und betont die wichtige Rolle, die das Taxigewerbe im Bereich neue Mobilität spielen kann: „Vor allem in den verkehrsbelasteten Metropolen unseres Landes kann das Elektrotaxi wesentlich zur Feinstaub und Lärmreduktion sowie zur langfristigen Mobilitätserhaltung beitragen.“ Jede Fahrt sei gleichzeitig auch eine Demonstrations- und Probefahrt der neuen Mobilität. „Die unzähligen Kundenkontakte führen damit zu einer schnelleren Verbreitung und einer höheren Akzeptanz der neuen Technologie. Damit ist das Taxi der ideale Werbeträger der Elektromobilität“, so Sigl.

„Allein in München fahren rund 3.600 Taxis mit rund 60.000 Kilometern pro Fahrzeug und führen damit etwa 15 Millionen potentielle Probefahrten durch“, so Peter Köhl. Derzeit würden in München bei gut 216 Millionen km, circa 18 Millionen Liter Dieselkraftstoff verbrannt, mit all seinen Feinstaub-, CO2- und NOx-Problemen. „Mit einer Umstellung auf Elektrofahrzeuge könnte all dies vermieden werden.“ (Katharina Wolf)