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Foto: Foto: Mercuri Urval
Der Autor dieses Artikels, Volker Schulz, ist Director Board & Executive bei der Unternehmensberatung Mercuri Urval.

Expertentipp

Corona und Mitarbeiterführung in der Regenerativbranche

Wie Führungskräfte in Krisenzeiten Mitarbeiter im Homeoffice führen und ihre Ziele erreichen.

Die nun fast schon ein Jahr andauernde Corona-Pandemie stellt Unternehmen und Manager gehörig auf die Probe. Teams auf Distanz zu führen, die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice zu motivieren und am Ende gemeinsam die gesteckten Ziele zu erreichen, ist alles andere als einfach. Vier Dinge sind in Krisenzeiten unabdingbar, um es trotzdem zu schaffen. Wer mitten im grauen Winter im Homeoffice sitzt, eventuell ein oder zwei schulpflichtige Kinder im Homeschooling bei Laune halten und eine ebenfalls zuhause arbeitende Frau als Kollegin nicht stören darf, hat alles andere als optimale Bedingungen. Doch jede Energie, die ins Jammern fließt, fehlt an anderer Stelle, wo sie Positives bewirken kann. Die richtige Motivation ist das A und O, um auch unter widrigen Umständen voranzukommen. Wer als Führungskraft zu seinen Leuten durchdringen möchte, muss über ihre Situation Bescheid wissen. Einen Teil der Leute, die im Lockdown unter erschwerten Bedingungen arbeiten, doch regelmäßig oder abwechselnd im Büro arbeiten zu lassen, hilft enorm. Genauso wie die Lust und den Spaß am Erfolg wach zu halten. Das geht nur, wenn man sich auf die Handlungsebene konzentriert. Erfolg ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte in die richtige Richtung. Daher ist es die Aufgabe von Führungskräften, die zur Zielerreichung notwendige Arbeit zu planen und gemeinsam mit dem Team umzusetzen. Wer dabei konkrete Zwischenziele definiert, hat gleich mehrere Vorteile: Erstens baut er damit Wegmarken ein, an denen sich alle orientieren können. Zweitens sorgt er für regelmäßige Erfolgserlebnisse, wenn Zwischenziele erreicht werden. Dadurch entwickelt sich ein Momentum, das zu weiterer Leistung anspornt. Jeder kennt die Situation, in der ein Team dank einer Siegesserie mit breiter Brust auftritt und dadurch auch bei Rückschlägen weiter an sich glaubt. So wie eine Mannschaft immer auf das nächste Spiel schaut, konzentrieren sich Führungskräfte im operativen Geschäft auf ihren nächsten Schritt. Die letzten Monate haben gezeigt: Gerade auf Distanz ist der regelmäßige Kontakt mit dem Team wichtig.

Individuelle Fähigkeiten erkennen

Bei der Umsetzung kommt es darauf an, die Mitarbeiter gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten einzusetzen. Um sich weiter zu verbessern, sind regelmäßiges Feedback und konstruktive Kritik im Rahmen von Vier-Augen-Gesprächen sowie Team-Meetings hilfreich. Wenn die Dinge nicht wie gewünscht laufen, herrscht ohnehin erhöhter Kommunikationsbedarf. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen ein Team nicht voran, sondern verschlechtern nur die Stimmung und die Motivation. Besser ist es, eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, damit auf der Sachebene Probleme offen angesprochen werden. Nur so lassen sich aus dem Team heraus Verbesserungen initiieren, die von allen mitgetragen werden. Eng damit verbunden ist gerade in diesen schwierigen Zeiten die persönliche Wertschätzung. Führungskräfte und Mitarbeiter sind beide von der zunehmenden Unsicherheit betroffen, wie es mit der Pandemie, der Wirtschaft, dem Unternehmen und damit dem eigenen Arbeitsplatz weitergeht. Doch wen die Sorge um den Arbeitsplatz lähmt, der schöpft nicht sein volles Potenzial aus. Führungskräfte sind daher zu mehr Sensibilität und Kommunikation aufgerufen, um die pandemiebedingte räumliche und menschliche Distanz zu überbrücken. Diese Zeit zu investieren lohnt sich, denn das Gefühl, gesehen und beachtet zu werden, spornt viele Mitarbeiter an – und kommt damit am Ende sowohl den Kunden als auch dem Unternehmensergebnis zugute.

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