Das Gespenst der deutschen Gasmangellage mit Rationierungen für kleinere Unternehmen geht um. Die Schwelle bei nur 20 Prozent Füllstand ist erreicht. Nun werden Pläne für zwei Gaslieferverträge für viel LNG bekannt. Sie dürften aber auf langfristigen Bedarf gründen, der mit der Kraftwerkstrategie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zum Bau von Erdgaskraftwerken mit 20 Gigawatt (GW) einhergeht. Sie prüft nun eine Garantie für ungebundene Finanzkredite zum Import von jährlich zwei Millionen Tonnen Flüssigerdgas (LNG) aus Argentinien. Das entspräche einem Drittel der jährlich an deutschen Küsten anlandenden Menge. LNG gilt als problematisch, weil es viel Energie fürs Abkühlen des Gases auf den Flüssigzustand kostet. Zudem stammt das argentinische Gas aus Fracking – eine mit chemischen Rückstanden im Boden einher gehende Technik, die Gas aus Spalten presst. Die Umweltgruppen Urgewald und Deutsche Umwelthilfe warnen, es wäre seit 2021 die erste Förderung fossiler Energie im Ausland. Ende 2025 machte Golfstaat Katar Druck, Reiche müsse auch dort verabredete zwei Millionen Tonnen LNG kaufen und dürfe nicht Umweltgründe vorschieben. Sie verhandelte in Katar hinter geschlossenen Türen. (tw)
Argentinien, Katar
LNG-Gas
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