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Wärmepumpe für Bestandsgebäude

So lassen sich Kosten senken

Der Wärmepumpenmarkt bleibt deutlich hinter den politischen Zielen zurück. Laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie werden 2025 voraussichtlich nur 284.000 Wärmepumpen installiert - das sind zwar 47 Prozent mehr als 2024, aber es ist weiterhin weit unter dem Ziel der Bundesregierung von 500.000 Anlagen pro Jahr.

Eine aktuelle Umfrage des Solar- und Wärmepumpenanbieters Enpal unter 6.500 Eigenheimbesitzern zeigt die Haupthürden: 65 Prozent scheuen die hohen Anschaffungskosten, 47 Prozent fürchten aufwendige Umbauten und 42 Prozent sorgen sich um die Betriebskosten. Zudem kennen mehr als die Hälfte der Hausbesitzer ohne Wärmepumpe die aktuellen Förderprogramme nicht.

Das Handwerksunternehmen Nordwærme setzt nun eine neue Frästechnologie ein, mit der sich Fußbodenheizungen direkt in den bestehenden Estrich einfräsen lassen. „Bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern kostet die Nachrüstung meist zwischen 5.000 und 10.000 Euro“, erklärt Geschäftsführer David Burckhardt. Bisher waren bei klassischen Verfahren Kosten von bis zu 100.000 Euro üblich, da der Estrich entfernt oder der Bodenaufbau erhöht werden musste.

„Die Kombination aus Wärmepumpe und Fußbodenheizung schafft im Bestand die passenden Rahmenbedingungen und senkt den Energiebedarf pro Grad um bis zu drei Prozent“, erläutert Martin Deiters, unabhängiger Energieeffizienzexperte für Förderprogramme des Bundes. (NW)