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Foto: Leopoldseder Solartechnik
Die Solaranlage auf dem Dach am Innsbrucker Ring ist der erste Generator, den die Stadtwerke München zusammen mit der Gewofag installieren wollen.

Photovoltaik in Städten

Stadtwerke wollen München bis 2025 klimaneutral versorgen

Die Stadtwerke München haben sich zum Ziel gesetzt, die Stadt vollständig mit erneuerbaren Energien zu bestromen. Dazu setzen sie vor allem auf die Photovoltaik und auf die Kooperation mit Wohnungsgesellschaften.

Die Stadtwerke München (SWM) setzen auf Photovoltaik als Energiequelle der Zukunft. Ein Baustein der Strategie, München bis 2025 vollständig mit Ökostrom zu versorgen, ist gerade in Betrieb gegangen. Denn gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft Gewofag haben die SWM einen neuen Solargenerator auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses am Innsbrucker Ring in Echarding ans Netz angeschlossen. „Im Jahr 2008 haben die SWM ihre Ausbauoffensive erneuerbare Energien mit dem Ziel gestartet, bis 2025 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen zu produzieren, wie ganz München benötigt“, erklärt Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung. „Dieses Ziel erreichen wir zu 100 Prozent.“

Ausbau muss weiter gehen

Aber auch danach soll und muss der Ausbau weitergehen. „Denn wir wollen den bis 2035 erwarteten Anstieg des Strombedarfs der Stadt ebenfalls regenerativ abdecken“, sagt Bieberach. „Wir legen hierbei unser Augenmerk verstärkt auf das regionale Ausbaupotenzial. Dieses sehen wir in München besonders in der Photovoltaik.“ So kommen die SWM mit der neuen Anlage ihrem Ziel ein Stück näher.

Mit umweltfreundlichen Komponenten gebaut

Die 138 Solarmodule auf dem Gründach des Hauses leisten 46,92 Kilowatt und liefern laut Prognosen der Planer jedes Jahr etwa 46.92 Kilowattstunden sauberen Solarstrom. Dabei haben die Kooperationspartner nicht nur auf hochwertige Komponenten geachtet. Vielmehr seien die versendeten Module besonders umweltfreundlich und mit einem möglichst geringen CO2-Fußabdruck hergestellt.

Mieterstrommodell und Bürgerbeteiligung

Dies soll aber nur das erste Projekt im Rahmen einer Kooperation mit der Gewofag sein. Immerhin verfügt die Gewofag mit ihren Gebäude über ein riesiges Potenzial an Dachflächen und mit etwa 37.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten über jede Menge potenzieller Stromabnehmer. Denn beide Partner arbeiten bereits an einem Mieterstrommodell, mit dem die künftigen Anlagen finanziert werden sollen. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, dass die weiteren Generatoren mit einer Bürgerbeteiligung über die M-Solarbausteine finanziert werden. Das sind Anteile an Solaranlagen der SWM, die die Münchner kaufen können. Sie erhalten dafür eine feste Rendite.

Fördertarif finanziert Anlagen

Bisher finanzieren die Kunden der SWM, die sich für den Födertarif M-Ökoaktiv entschieden haben, die Generatoren über den enthaltenen Förderbeitrag mit. Immerhin etwa 11.000 Stromkunden in München haben sich für diesen Tarif entschieden. Aus dem Preis jeder verbrauchten Kilowattstunde Ökostrom in diesem Tarif fließen 1,53 Cent in die Finanzierung neuer Anlagen.

Gewofag beschleunigt eigenen Ausbau

Auf diese Weise konnte auch ein weiteres Gemeinschaftsprojekt der SWM mit der Gewofag umgesetzt werden, das bereits Ende Februar 2021 ans Netz geht. Die 180 Module mit einer Gesamtleistung von 60,3 Kilowatt haben die Installateure der SWM auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses im Haidelweg in Pasing montiert. „Mit unserer Zusammenarbeit verstärken wir unsere bisherigen Photovoltaikaktivitäten noch einmal deutlich“, beschreibt Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der Gewofag, den Vorteil der Zusammenarbeit mit den SWM. „Leider ist nicht jedes Dach geeignet, aber jede einzelne zusätzliche Anlage stellt einen ökologischen Gewinn dar“, betont er.

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Foto: Petair - Fotolia.com

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