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Perigus Energy zieht Bilanz nach Namenswechsel

Seit Mai 2026 firmiert das frühere europäische Onshore-Geschäft von Ørsted als Perigus Energy. Dem Namenswechsel ging die Übernahme durch Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) voraus. Knapp ein halbes Jahr später zieht das Unternehmen eine positive Zwischenbilanz für sein Deutschlandgeschäft. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der Projektpipeline und die Fortführung bereits begonnener Vorhaben.

Genehmigtes Windprojekt in Nordrhein-Westfalen übernommen

Nach Unternehmensangaben erhielt Perigus Energy in den vergangenen Monaten für mehrere Projekte Zuschläge in Ausschreibungen der Bundesnetzagentur. Wie viele Projekte betroffen sind und welche Leistung sie umfassen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

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Ende August übernahm Perigus Energy außerdem die Rechte am bereits genehmigten Windparkprojekt Olpe-Rehringhausen in Nordrhein-Westfalen. Dort sind drei Windenergieanlagen mit zusammen 21 Megawatt geplant. In der Nähe entwickelt das Unternehmen bereits den Windpark Windfart. Mit der Übernahme ergänzt es somit seine Aktivitäten in der Region um ein weiteres Vorhaben, für das die Genehmigung bereits vorliegt. Einen Termin für den Baubeginn oder die Inbetriebnahme nennt Perigus Energy nicht.

Bahren West II soll im Sommer 2027 ans Netz

Ein größeres Windprojekt befindet sich derzeit in Brandenburg im Bau: Der zweite Bauabschnitt des Windparks Bahren West umfasst elf Anlagen mit jeweils 5,6 Megawatt Leistung. Daraus ergibt sich eine geplante Gesamtleistung von 61,6 Megawatt. Laut Perigus Energy schreiten die Arbeiten planmäßig voran; die Inbetriebnahme ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Neben der Windenergie verweist das Unternehmen auf ein abgeschlossenes Solarprojekt. Anfang September ging im Saarland die Wildpark-PV-Anlage Sötern in Betrieb. Auf 6,9 Hektar kombiniert sie Freiflächen-Photovoltaik mit der Haltung von Damwild. Die Anlage hat eine Leistung von 8,3 Megawatt. Perigus Energy sieht in dem Konzept eine mögliche Vorlage für weitere Projekte dieser Art.

Hören Sie ein Podcast-Interview mit dem Deutschland-Geschäftsführer von Ørsted, Josche Muth. 

Bei der Planung und Umsetzung der Wildpark-PV-Anlage Sötern standen der Schutz der Tiere, ein schonender Umgang mit der Fläche sowie eine sichere Bauweise im Mittelpunkt. Für die Dauer der rund neunmonatigen Bauphase weidete das Damwild auf alternativen Gatterflächen des Weiherhofs. Gleichzeitig wurden die Eingriffe in Natur und Landschaft auf das notwendige Mindestmaß reduziert und die Anlage so konzipiert, dass sich Damwildhaltung und erneuerbare Energieerzeugung langfristig miteinander verbinden lassen.

Herzstück des Solarparks sind die im Sinne eines Agri-PV-Konzepts aufgeständerten Solarmodule. Mit einer Bodenfreiheit von mindestens 1,60 Meter bis 1,80 Meter bieten sie ausreichend Freiraum für die Tiere.  Gleichzeitig spenden sie Schatten und Schutz bei Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder widriger Witterung. Auch die darunterliegenden Weideflächen profitieren: Durch die teilweise Beschattung können die Erträge in trockenen Sommerperioden stabilisiert werden. Zudem kommen ein spezieller Wildschutzzaun sowie auf die Tierhaltung abgestimmte Sicherungskonzepte für Kabelführungen und Wechselrichter zum Einsatz.

Deutschlandgeschäft nach dem Rebranding

Perigus Energy hat seinen Sitz in Regensburg und unterhält weitere Niederlassungen in Potsdam, Essen, Hamburg und Lauf an der Pegnitz. Das Unternehmen verweist für sein Deutschlandgeschäft auf mehr als 30 Jahre Erfahrung und rund 800 Megawatt realisierte Wind- und Solarleistung. In den vergangenen Monaten habe es zudem sein Team in Deutschland verstärkt. Auf der Windenergy Hamburg trat der Projektentwickler Ende September erstmals unter seinem neuen Namen auf.

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„Wir haben unsere Wind- und Solar-Projektpipeline in Deutschland weiter ausgebaut, unser Portfolio gezielt ergänzt und zugleich unsere gewachsenen regionalen Strukturen gestärkt“, sagt Deutschland-Geschäftsführer Stefan Bachmaier. Konkrete Zahlen zum Umfang der aktuellen Pipeline nennt die Mitteilung nicht. Neben Deutschland ist Perigus Energy nach eigenen Angaben in Irland, Spanien und dem Vereinigten Königreich tätig und entwickelt, baut und betreibt Wind-, Solar- und Speicherprojekte.