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CIP startet europäisches Onshore-Erneuerbare-Unternehmen Perigus

Wie der Energiekonzern Ørsted und Infrastrukturfonds CIP bereits Ende April bekannt gaben, ist die im Februar eingeleitete Übergabe des europaweiten Erneuerbare-Energien-Geschäfts an Land zwischen den beiden dänischen Wirtschaftsakteuren nun abgeschlossen. Der Infrastrukturfonds Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) bezahlte 1,44 Milliarden Euro. Dafür erhielt CIP das internationale Tochterunternehmen Ørsted Onshore und mit diesem dessen eigenbetriebene Wind- und Solarparks sowie Batterieanlagen einer Erzeugungskapazität von fast 580 MW plus rund 250 MW, die schon im Bau befindlicher neue Vorhaben bald ans Netz bringen sollen. Am Montag gab das neue alte Unternehmen, das aus denselben Mitarbeitenden wie bei Ørsted fortbesteht, seinen Start unter dem Namen Perigus bekannt.

Wie schon als Pläne seit Februar angekündigt, wird Pegasus Energy weiterhin Projektierungen von Erneuerbare-Energien-Anlagenparks an Land in Deutschland, Irland, Spanien und in Großbritannien entwickeln, bauen und betreiben. Die Pipeline weiterer noch ausstehender aber schon investitionsreifer Projektierungen in allen vier Ländern beinhaltet mehrere Gigawatt Nennleistung an Potenzial. Pegasus Energy will sie unverändert vorantreiben.

Die 80 Mitarbeitenden an den fünf deutschen Standorten des früheren bayerischen Unternehmens Ostwind, das erst 2022 nach Verkauf der Unternehmensanteile zu Ørsted gekommen war, bleiben ebenso in der Belegschaft wie die in allen vier Ländern tätigen rund 200 Mitarbeitenden insgesamt. Chef der deutschen Sparte bleibt Stefan Bachmaier. Im Hauptquartier in Irland wird Kieran White als früherer Chef des Projektierungsunternehmens Brookfield Renewable’s Ireland die Führung beibehalten. Brookfield Renewable´s Ireland hatte der dänische Energieversorger mitsamt dessen britischen und irischen Projekten und Anlagenparks schon 2021 übernommen.

Ørsted will sich mit dem Verkauf der Onshore-Erneuerbaren-Sparte neue Finanzkraft sichern, um damit das eigene Offshore-Windenergie-Geschäft zu stärken und weiter zu betreiben. Stark angestiegene Rohstoff- und Energiekosten, Engpässe bei Netzanschlüssen sowie die speziell gegen die Fortentwicklung nationaler Meereswindparks gerichtete Politik von US-Präsident Donald Trump machten dem Unternehmen zu schaffen.

Die Anfang des Jahres und nach dem ersten Quartal 2026 vorgelegten neuen Unternehmensbilanzen zeigen immerhin einen Aufwärtstrend: So belief sich der operative Gewinn in Form des sogenannten Ebitdabetrages – gerechnet ohne neue Partnerschaften und Rücktrittskosten – auf 25,1 Milliarden dänische Kronen oder umgerechnet 3,36 Milliarden Euro. Die Partnerschaften und Rücktrittskosten eingerechnet waren es immer noch umgerechnet 2,99 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet Ørsted nun ein Ebitda von 3,75 Milliarden Euro – bei Bruttoinvestitionen von bis zu 7,36 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2026 bestätigte das Unternehmen die Tendenz nach oben: Das Ebitda im Quartal erhöhte sich im Vergleich zum Anfangsquartal von 2025 um elf Prozent auf 1,27 Milliarden Euro gerechnet ohne neue Partnerschaften und Stornierungsgebühren.