Komponentenzulieferer Flender gelingt nach mehreren Bauteilinnovationen ein Sprung bei der Leistungsdichte der Drehzahlübersetzung um 50 Prozent.Mit dem Produkt-Kürzel REVO weist Getriebebauunternehmen Flender auf eine nach dessen Darstellung revolutionäre Drehmomenterhöhung für die Kraft- und Drehzahlübertragung im Triebstrang künftiger Windenergieanlagen hin. Es sei ein „wegweisendes Antriebskonzept“, das die sogenannte Drehmomentdichte auf 300 Newtonmeter Kraftwirkung pro Kilogramm des eingesetzten Getriebegewichtes katapultiert, so meldete es Flender im November 2025.
Die neuen Revo-Drehzahlübersetzer könnten im Vergleich zur aktuellen High-Density-Serie der Flender-Windkraftmarke Winergy mit einem um 25 Prozent geringeren Durchmesser dieselbe Turbinen-Nennleistung erreichen lassen. Soll heißen: Der meist vom Radius der ersten Planetenstufe bestimmte Außendurchmesser der Großkomponente kann in der Revo-Variante in Turbinen mit um ein Viertel höheren Nennleistungen unverändert bleiben.
Die Revo-Revolution erreichte Flender mittels neuer eigens entwickelter geräuschärmerer Gleitlager „der zweiten Generation“, neuer durch Induktionshärtung verbesserter Verzahnungsmaterialien sowie eine „optimierte Kombination aus Planetenstufen und Planetenrädern je Stufe“.
Mit einer dritten Planetenstufe erhöhten die Flender-Winergy-Ingenieure zudem das Gesamtübersetzungsverhältnis auf ein deutlich größeres Maß von 1 zu 200, deutlich mehr als bisher üblich. Heute noch langsame und damit lärmvermindernde Rotordrehzahlen von neun Umdrehungen pro Minute ließen damit also hochtourige schnelle Generatorzahlen von 1.800 Rotationen pro Minute erreichen. Solche Übersetzungsverhältnisse seien nun möglich, „ohne dass jede einzelne Stufe eine hohe Übersetzung übernehmen muss“, gibt Flender an.