Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Im Rahmen der aktuellen Debatte um die EEG-Novelle ist die Kritik heftig, dass Katherina Reiche (CDU) kleine Solaranlagen in die Direktvermarktung drängen will. Und das, obwohl dafür die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen noch gar nicht existieren. Doch Maxxisun geht es noch eine Nummer kleiner an. Denn im Rahmen des Maxxicharge-Dynamixx-Politprojekts bereitet das Unternehmen Plug & Play Solarsysteme auf eine neue Rolle im Strommarkt vor.
Pilotprojekt startet im Dezember 2026
Zusammen mit IBC Greenelements wird der Hersteller die Erfassung, Abrechnung und Vergütung kleiner Solarstrommengen erproben. Vom 1. Dezember 2026 bis 1. Mai 2027 bekommen die Dynamixx-Kunden mit Maxxicharge V- oder VS+-Tarif und Solarmodulen auf dem Balkon pauschal 10,24 Cent für jede vergütungsfähige Kilowattstunde, die als Überschuss ins Netz fließt. Kunden mit aktivem Dynamixx-Tarif bekommen die Vergütung ab der Inbetriebnahme der Anlage, aber frühestens mit dem Start des Pilotprojekts. Die Vergütung ist dabei unabhängig vom Börsenstrompreis. Die Kunden erhalten die Vergütung in Form einer Gutschrift über die Dynamixx-Abrechnung.
Alarm für kleine Solarprojekte: EEG-Entwurf stellt Einspeisevergütung vor das Aus
Netzentgelte für Eigenverbraucher: BSW-Solar schlägt Leistungspreis statt Prosumeraufschlag vor
Kleine Anlagen in die Direktvermarktung bringen
Grundsätzlich ist das Projekt aber nicht nur auf Balkonanlagen begrenzt, sondern als Vorreiter für die im Zuge der EEG-Novelle 2027 geplante Direktvermarktung kleiner Solaranlagen angelegt. Mit dem Pilotprojekt wollen die Partner praktische Erfahrungen mit Erzeugung, Einspeisemengen und Einspeisezeiten sowie der zuverlässigen Zuordnung und Abrechnung von Strommengen sammeln.
Mit den Ergebnissen wollen die beiden Unternehmen dann einen Weg finden, künftig zunächst Balkonsolaranlagen in größerem Umfang in die Direktvermarktung einzubinden. „Wir wollen den Einstieg von Plug-&-Play-Solarsystemen in die Direktvermarktung aktiv mitgestalten. Deshalb sammeln wir frühzeitig praktische Erfahrungen mit Erzeugung, Einspeisezeiten und Abrechnung. Aus diesen Erfahrungen entwickeln wir ein Modell, das für Haushalte einfach nutzbar ist“, sagt Nico Sorge, Geschäftsführer von Maxxisun.
Vergütung mit dynamischem Tarif kombinieren
Wissenschaftlich anschlussfähig ist die Kombination ebenfalls. Das Unternehmen verweist auf eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) vom Februar 2026. In dieser wird eine feste Überschussvergütung zusammen mit einem dynamischen Strombezug als prüfenswerter Ansatz benannt. Die Studie „Dezentrale PV als Säule der Energiewende. Analyse und Perspektiven für kleine Dachsolaranlagen“ finden Sie auf der Webseite des Fraunhofer ISE.