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Smarter E Awards – die Gewinner stehen fest

Wie in jedem Jahr hat der Veranstalter der Smarter E Europe, Solar Promotion, die Gewinner der begehrten Innovationspreise verliehen. Am Vortag der Leitmesse der europäischen Solar-, Speicher- und Sektorkopplungsbranche konnten sich die Sieger in den fünf Kategorien über den Preis freuen. Die Aufgabe der Jury war groß. Denn immerhin haben sich 192 Anbieter von Komponenten und Lösungen sowie Projektentwickler aus 21 Ländern um die Smarter E Awards beworben.

Die Sieger in der Kategorie Photovoltaik

Doch am Ende konnten nur jeweils drei Einreichungen in jeder Kategorie als gleichwertige Sieger prämiert werden. So haben sich in der Kategorie Photovoltaik IDE Electronics, Huawei und Goldbeck Solar durchgesetzt. Der spanische Anbieter IDE Electronics hat mit True Wind ein Windmesssystem für einachsige Tracker entwickelt. Dieses greift nicht wie üblich auf externe Winddaten zurück, sondern misst die Schwingungen an jedem einzelnen Tracker. So kann jede Reihe separat auf Instabilitäten reagieren. Dies verhindert Ertragsverluste und reduziert gleichzeitig die möglichen Schäden.

Huawei hat mit dem SUN2000-506KTL einen leistungsstarken Wechselrichter auf minimalem Platz entwickelt. Die Leistungsdichte erreicht fast 1,5 Megawatt pro Kubikmeter. Mit einer Leistung von 506 Kilowatt ist er einer der leistungsstärksten Stringwechselrichter am Markt. Mit einer DC-Spannung von 1.000 Volt können die Modulstränge bei gleicher Modulleistung mit geringerem Strom betrieben werden. Außerdem ist das Gerät netzbildungs- und schwarzstartfähig.

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Goldbeck Solar hat mit Heliomatix ein automatisiertes Bausystem für große Solarparks entwickelt. Es vereint eine Vorfertigungsanlage, autonome Transportfahrzeuge und ein robotergestütztes Montagesystem. Dadurch kann der Arbeitsaufwand vor Ort um bis zu 85 Prozent sinken, was enorm Kosten spart und den Boden schont.

Innovative Speicherlösungen prämiert

Bei den Speichern haben die Lösungen von Phenogy, Sungrow und International Power Supply die Jury überzeugt. Phenogy hat ein großes Speichersystem auf Natriumionenbasis für Gewerbe und im Kraftwerksmaßstab entwickelt. Die Jury hat vor allem überzeugt, dass die Anlage ohne Lithium auskommt. Es sei ein neuer Meilenstein auf dem Weg zur technologischen Reife von Natriumionen-Speichern.

Sungrow hat es mit dem neuen Power Titan 3.0 aufs Siegertreppchen geschafft. Dies ist ein containerisiertes Batteriesystem für Großanlagen mit einer Leistung von 1,87 Megawatt und einer Kapazität von 7,14 Megawattstunden. Die Jury lobte vor allem den 92-prozentigen Round-Trip-Wirkungsgrad, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Netzstabilitätsfunktionen.

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International Power Supply hat den Award für seinen neuen Exeron-Checkmate-Wechselrichter gewonnen. Es ist ein bidirektionaler Inverter für große Batteriesysteme. Durch das kompakte Design erreicht Sungro eine Leistungsdichte von satten 3,3 Megawatt pro Kubikmeter. Das Gerät hat eine Flüssigkühlung und arbeitet bis zu einer Temperatur von 60 Grad Celsius komplett ohne Leistungsreduzierung. Zudem ist der Inverter modular aus 18 Leistungsteilen auf Basis von Siliziumkarbid aufgebaut. Wenn eines davon ausfällt, arbeiten die anderen unabhängig davon weiter.

Awards der Power2Drive für neue Ladelösungen

Die diesjährigen Awards in der Kategorie Elektromobilität haben LEM International, Hager Energy und Tritium Power Solutions gewonnen. LEM konnte sich mit einem Gleichstrom-Energiezähler für Schnell- und Megawatt-Ladesysteme durchsetzen. Das Plug-and-play-fähige System ist vor allem für die Messung von Energiemengen beim Laden von Lkw geeignet. Das Gerät ist mit sämtlichen Ladegerätearchitekturen kompatibel und bereits für Vehicle-to-Grid-Anwendungen vorbereitet.

Hager Energy wiederum hat eine bidirektionale DC-Wallbox entwickelt, die eine Lade- und Entladeleistung von elf Kilowatt bietet. Sie ermöglicht das Laden direkt aus der Photovoltaikanlage. Denn die Wallbox verfügt über einen integrierten Wechselrichter. Mit ihrer hohen Leistung ist sie auch in der Lage, das Gebäude bei Netzausfällen aus den Batterien des Elektroautos komplett zu versorgen.

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Triflex von Tritium Power Solutions wiederum ist ein modulares Schnellladesystem mit einem integrierten, DC-gekoppelten Batteriespeicher. Als Plattform kann das System bis zu 3,2 Megawatt Gleichstromleistung bereitstellen und gleichzeitig bis zu 64 Elektrofahrzeuge laden.

Innovative und integrierte Energiesysteme prämiert

In der Kategorie intelligent integrierte Energiesysteme haben Meins, The Mobility House und Stem gewonnen. Meins konnte die Jury mit einer kompakten Hochspannungs-Umspannstation überzeugen. Das System besteht aus einem Schaltschrank und einer Trafostation. Die Anlage kann aus der Ferne überwacht und vorausschauend gewartet werden. Die Jury hat unter anderem das kompakte Design überzeugt. Denn die Anlage ist zwölfmal so kompakt wie eine herkömmliche Umspannstation dieser Leistung. Dadurch kann sie innerhalb von nur 14 Tagen errichtet werden.

The Mobility House hat mit V2G Flex eine komplette Energieplattform entwickelt. Diese vereint Elektroautos über bidirektionales Laden mit Energieversorgern und Energiemärkten in einem kompletten Software-Ökosystem. Durch intelligentes und bidirektionales Laden ermöglicht sie den Nutzern, Einnahmen zu generieren und gleichzeitig das Stromnetz zu unterstützen. Ein sogenanntes Flex-Polygon-Modell aggregiert Echtzeitdaten von Elektrofahrzeugen und Nutzern, um Lade- und Entladepläne zu erstellen. Dadurch stünden die Elektrofahrzeuge mehr als 16 Stunden am Tag für die Netzunterstützung zur Verfügung.

Stem hat wiederum mit Powertrack ein cloudbasiertes Energiemanagementsystem (EMS) für große Solaranlagen, Energiespeicher und Hybridanlagen entwickelt. Die integrierte Plattform verbindet Energieüberwachung mit netzkonformen Kraftwerkssteuerungen. Das EMS reduziert Leistungsbeschränkungen durch die Synchronisierung der Energieflüsse mit dem lokalen Stromnetz. Dadurch steigt die Rentabilität der Solar- und Speicheranlagen.

Herausragende Projekte ausgezeichnet

In der Kategorie für herausragende Projekte haben Schoonship, SMA Altenso und Fluence die Preise abgeräumt. Schoonship ist ein Projekt im Norden von Amsterdam, bei dem die Entwickler ein Mikronetz aufgebaut haben, über das 46 einzelne Gebäude mit Solarenergie versorgt werden – mit Strom und über Luft-Wasser-Wärmepumpen auch mit Wärme. In das Inselnetz ist zudem ein Batteriespeicher integriert.

Die Jury hat vor allem das innovative Energiemanagement innerhalb eines Quartiers überzeugt, das den Eigenverbrauch des Solarstroms optimiert. Gleichzeitig nutzt es Day-ahead-Preise für die Reststromlieferung und bietet 80 Kilowatt Flexibilität fürs Netz. Dank dieser innovativen Lösung verbraucht das Wohnprojekt nur ein Drittel der Netzkapazität vergleichbarer Haushalte.

SMA Altenso hat in Namibia eine komplett solarbetriebene Produktionsstätte für grünen Wasserstoff errichtet. Die Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt werden von einer Solaranlage mit 6,5 Hektar Größe versorgt. Zusätzlich puffert ein Speicher 5,9 Megawattstunden Sonnenstrom, um immer ausreichend Energie für die Elektrolyseure zur Verfügung zu haben. Das Energiemanagement nutzt mehrtägige Vorhersagen, um die Stromlieferung zu optimieren. Der produzierte grüne Wasserstoff wird komplett vor Ort für den Betrieb von Lkw, Bussen und eines mit Wasserstoff betriebenen Generators genutzt.

Fluence wiederum hat in der Ukraine unter Kriegsbedingungen innerhalb von nur sechs Monaten ein Speichersystem mit 200 Megawatt Leistung errichtet. Die Anlage kann 400 Megawattstunden Strom zwischenlagern und damit Haushalte, Schulen und Krankenhäuser versorgen. Die Anlage ist schwarzstartfähig, was für die unter ständigem russischen Angriffen leidende Infrastruktur hilfreich ist. Die Anlage trägt zudem zur Stabilität des regionalen Energienetzes bei.