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Foto: juwi
Ging im November erfolgreich ans Netz: Der Solarpark Waterloo ist Teil eines von Juwi errichteten 250-MW-Solarportfolios.

Megawatts zu Wasser und zu Land

Vier solare Highlights 

Zwei Millionen Solaranlagen, Juwi-Installationsmeilenstein und ein neuer schwimmender Solarpark.

Die Solarenergie ist nicht zu stoppen. Neue Leistungen, neue Rekorde und neue Technologien sorgen für Schlagzeilen.

1. Zwei Millionen Solaranlagen für Deutschland

Im Oktober 2020 wurde die zweimillionste Solarstromanlage in Deutschland in Betrieb genommen. Das geht aus Daten der Bundesnetzagentur hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurden. Gemeinsam erzeugen sie jährlich über 50 Milliarden Kilowattstunden klimafreundlichen Solarstrom. Rechnerisch decken sie damit den Stromverbrauch von 17 Millionen Durchschnittshaushalten oder die jährliche Fahrleistung von 25 Millionen Elektroautos.

2. Juwi installiert mehr als drei Gigawatt PV

Trotz des Corona bedingten Lockdowns konnte die südafrikanische Tochtergesellschaft des deutschen Projektentwicklers für erneuerbare Energien, Juwi, in den vergangenen Monaten gleich drei große Solarparks fertigstellen. Als letztes der drei Projekte ging im November 2020 der Solarpark Waterloo erfolgreich ans Netz. Das 86 Megawatt (MW) starke Sonnenkraftwerk liegt rund zehn Kilometer außerhalb der Stadt Vryburg (North-West-Province) und liefert sauberen Strom für 84.000 Haushalte. Das Projekt ist Bestandteil eines 250-MW-Solarportfolios, das Juwi für den südafrikanischen Versicherungskonzern Old Mutual (Old Mutual Alternative Investments) errichtete. Mit der Inbetriebnahme ist nicht nur der Bau des Portfolios abgeschlossen, Juwi überschreitet damit auch die Marke von 3.000 Megawatt an installierter PV-Leistung.

Mit der Unterzeichnung von Stromabnahmeverträgen zwischen dem staatlichen Energieversorger Eskom und mehreren unabhängigen Unternehmen zur Stromerzeugung (Independent Power Producers, IPP) endete im April 2018 eine mehr als zwei Jahre währende Hängepartie um den weiteren Ausbau regenerativer Energien am Kap. Seitdem nimmt der südafrikanische Erneuerbare-Energien-Markt wieder Fahrt auf. Ein wichtiger Baustein dabei: Das 250-Megawatt-Portfolio, das Juwi für Old Mutual umsetzte.

Das Portfolio besteht aus den Solarparks Waterloo (86MW) bei Vryburg, Bokamoso (78MW), nahe der Stadt Leeudoringstad, ebenfalls in der Provinz Nordwest, und Droogfontain 2 (86MW), gelegen nahe der Diamantenstadt Kimberly in der Provinz Nordkap. Im Frühjahr 2019 erfolgte der Baubeginn. Als letztes der drei Projekte konnte der Solarpark Waterloo trotz der Corona-bedingten Einschränkungen an den Betreiber übergeben werden.

3. PV auf neuen Einfamilienhäusern spart bis 2030 zwölf Mio. Tonnen CO2 

Welche positiven Auswirkungen es hätte, wenn künftig alle, die ein Eigenheim bauen, auf Sonnenstrom setzen würden, hat Eon jetzt berechnet: Würde jedes in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre errichtete Einfamilienhaus mit einer PV-Anlage ausgestattet, könnten über den gesamten Zeitraum insgesamt zusätzliche 38 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt und mehr als zwölf Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Private PV-Anlagen können damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Der Effekt fiele noch größer aus, wenn auch Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebauten mit PV-Anlagen ausgestattet würden.

4. Größte Floating-Solaranlage in Nordrhein-Westfalen

Rheinland Solar mit Sitz in Neuss hat zusammen mit der Hülskens-Gruppe die größte Floating-Solaranlage in Nordrhein-Westfalen auf dem Baggersee eines Kieswerkes installiert. Rund 75 Prozent der pro Jahr erzeugten 637.500 Kilowattstunde versorgen Siebmaschinen und Saugbagger zur Kiesgewinnung.

Die 750 Kilowatt-Floating-Anlage in Vorselaer in der Nähe von Weeze amortisiert sich mit Investitionskosten von knapp 900.000 Euro bereits nach sechs Jahren. Der wirtschaftliche Vorteil der Anlage beläuft sich nach gut 20 Jahren auf über eine Millionen Euro. Die Unterkonstruktion, welche die Solarmodule trägt, wurde speziell für das Projekt entwickelt und kann als Prototyp Vorlage für weitere schwimmende Solaranlagen dienen. Die aus 1.872 Solarmodulen bestehende Solaranlage sorgt dafür, dass hier fast 350 Tonnen CO2 pro Jahr gespart werden. 

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Foto: Thomas Einberger / argum

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