Foto: TÜV Rheinland

Monitoring von Photovoltaikanlagen

Wenige Störungen sorgen für hohe Ertragsausfälle

Solytic hat untersucht, welche Störungen an Photovoltaikanlagen wie viele Ertragsausfälle verursachen. Das Ergebnis ist erst einmal nicht überraschend, die Zahlen sprechen aber eine deutliche Sprache.

Nur ein Viertel der Fehler in Solaranlagen sorgen für fast alle Ertragsausfälle. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Solytic, einem Betreiber eines Monitoring- und Anlayseportals für Solaranlagen mit Sitz in Berlin.

Konkret haben die Experten im vergangenen Jahr 12.500 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 800 Megawatt untersucht. Die Generatoren stehen nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und in Österreich. Dabei haben sie herausgefunden, dass es bei jeder Anlage im Durchschnitt zu 24 Störfällen pro Jahr kommt – zwei pro Monat. Doch mehr als die Hälfte – 53 Prozent – dieser Fehlermeldungen ist auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen. Dazu gehören ein unterbrochener Internetanschluss oder eine Störung in der Kommunikation der Datenlogger. Doch beide Probleme sorgen in der Regel nicht dafür, dass die Anlage Strom produziert und diesen ins Netz einspeist – sei es in ein Hausnetz oder ein Verteilnetz. Es kommen nur keine Daten in der Leitstelle an. Selbst Datenverluste sind relativ selten, weil die Hardware die erzeugte und eingespeiste Strommenge zwischenspeichert.

Wechselrichterausfälle sind selten aber folgenreich

Problematisch wird es allerdings beim Ausfall von Wechselrichter oder ganzen Anlagen. Die sind zwar statistisch relativ selten. Nur 18 Prozent aller aufgezeichneten Fehler sind auf einen Wechselrichterausfall zurückzuführen. Isolationsfehler, Kurzschlüsse, Korrosionsschäden oder andere technische Defekte an den Umrichtern sorgen für 53 Prozent der Ertragsausfälle, die Solytic registriert hat.Weitere 20 Prozent der Fehlermeldungen gehen auf Wechselrichterstörungen zurück. Diese sind aber nur für fünf Prozent der Ertragsausfälle verantwortlich.

Anlagenausfall schnell erkennen

Noch seltener kommt der Ausfall der gesamten Anlage vor. Das passiert, wenn der Netzanschluss Probleme bereitet oder Wetterereignisse zuschlagen. Sturm- und Hagelschäden oder ein Blitzschlag können durchaus dafür sorgen, dass der Generator keinen Strom mehr produziert oder einspeist. Statistisch passiert das nur ein Mal pro Jahr. Nur fünf Prozent der registrierten Fehlermeldungen wurden von einem Anlagenausfall verursacht. Aber die Ertragsausfälle sind dann mit 41 Prozent relativ hoch. Deshalb ist sowohl bei der Behebung von Wechselrichterproblemen oder Anlagenausfällen eine schnelle Reaktionszeit gefragt. Denn diese sorgen für 94 Prozent aller Ertragsausfälle, die die Berliner im vergangenen Jahr gemessen haben. Der Anteil an den gesamten Fehlermeldungen liegt aber nur bei 23 Prozent. Die restlichen 77 Prozent der Störmeldungen haben nur sechs Prozent der Ertragsausfälle zur Folge.

Deshalb sollten sich die Anlagenbetreiber auf einen Servicepartner verlassen können, der schnell reagiert, wenn ein Fehler auftritt und vor allem schnell herausfindet, worauf dieser Fehler zurückzuführen ist. Denn gerade bei großen Anlagen hat beispielsweise der Ausfall des Netzanschlusses immense Folgen. Die Berliner Experten raten zudem, auch kleinere Anlagen ins ein professionelles Monitoring zu übergeben. Die Prozesse sollten dann aber so schlank wie möglich gehalten werden.

Betriebsführung

Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung: Teure Nachrüstung droht

Auf Betreiber von Windparks kommen einige Kosten zu – etwa durch bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung und Datenübertragungspflicht.

Turbinentechnik

Sind die neuen Binnenlandturbinen austauschbar oder gibt es noch Unterschiede?

Spielen die Marken neuer Windräder für Investoren noch bei Effizienz und Ertrag eine Rolle? Oder gleicht technologischer Fortschritt das meiste aus?

Ertragsoptimierung

Mehr Windstrom ernten durch bessere Betriebsführung

Spinneranemometer messen Wind dort, wo er zuerst auf die Anlage trifft, bevor der Rotor ihn verwirbelt. Sie können viel zur Betriebsoptimierung beitragen.

Revision der Technischen Richtlinie 6

Schlechte Strömungsmodelle bringen falsche Ergebnisse bei Windgutachten

Herbert Schwartz, Chef des Gutachterbüros Anemos-Jacob, berichtet über Änderungen in den Regeln für Windgutachten und über die Qualität der Gutachten.