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Spreewind-Windenergietage vom 8. bis 10. November

Enercity erhöht Tempo: 1,5 Gigawatt Wind-Zubau bis 2030

Herr Nietiet, welche nennenswerten Wind-Projekte realisiert enercity im Jahr 2024 und danach?

Ralf Nietiet: Wir gehen 2024 mit weiteren 100 Megawatt Leistung in Betrieb. Diese neuen Windprojekte realisieren wir in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. In den darauffolgenden Jahren haben wir weitere Inbetriebnahmen geplant. Das Ziel ist, bis 2030 allein im Bereich Windenergie mehr als 1,5 Gigawatt zuzubauen und unsere installierte Leistung von derzeit 712 MW zu verdreifachen.

Ralf Nietiet, vorsitzender Geschäftsführer Enercity Erneuerbare GmbH

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Ralf Nietiet, vorsitzender Geschäftsführer Enercity Erneuerbare GmbH

Wie erfolgreich sind Sie aktuell in der Akquise und im Ausbau von Photo­voltaik-Freiflächen?

Ralf Nietiet: Im Bereich Photovoltaik haben wir aktuell mehr als 200 MW in Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus haben wir umfangreiche Flächen gesichert und stehen mit Gemeinden zu Bebauungsplänen im Gespräch. Der Fokus liegt weiterhin auf förderfreien Vorhaben, wobei der Anteil der Projekte auf privilegierten Flächen stark zunimmt. Hier greifen die neuen Maßnahmen der Bundesregierung. Bis zum Jahr 2030 planen wir, mehr als ein Gigawatt allein im Bereich Freiflächen-Photovoltaik installiert zu haben.

Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten Jahren für die Windbranche?

Ralf Nietiet: Aktuell erholen sich die Preise für Equipment und Bau ein wenig – das hohe Zinsniveau belastet die Rendite aber weiterhin. Insbesondere Vorhaben, die Auflagen wie etwa Höhenbeschränkungen haben, lassen sich somit nur schwer umsetzen. Wichtig ist, dass die Projekte rentabel bleiben. Für eine erfolgreiche Energiewende benötigen wir zudem genug Speicherkapazität für grünen Strom. Hier bedarf es der Förderung von Speicherprojekten.

Welches Projekt freut Sie besonders?

Ralf Nietiet: Eine Herzensangelegenheit sind die Projekte vor unserer Haustür in Leer und Hannover. Es fühlt sich gut und richtig an, wenn man morgens auf dem Weg ins Büro an den eigenen Anlagen vorbeifährt und den Beitrag zum Klimaschutz in seinem Nahbereich direkt vor Augen hat. 

Täglich neben dem Stand 1A: Teestube mit ostfriesischem Gebäck