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Atomkraftfieber in Polen und Niederlande

Energiewende rückwärts: Baustart sofort für strahlende Zukunft

Für Polens wirtschaftsliberalen Ministerpräsidenten Donald Tusk war es eine Freudensbotschaft. Die Chefbehörde der Europäischen Union (EU) hatte Anfang Dezember gerade Milliarden-Euro-schwere Subventionen für den Bau des ersten Atomkraftwerkes im Land genehmigt. „Wir haben es geschafft“, schrieb Tusk auf der Kurznachrichten-Plattform X. Die Baukosten sollen mehr als 40 Milliarden Euro betragen. Noch im Dezember könnte nun eine Milliarde Euro Staatshilfe an US-Baukonzern Westinghouse gehen, es dürfen 30 Prozent der Investition aus staatlichen Mitteln erfolgen. Das Atomkraftwerk soll seine 3,75 Gigawatt (GW) in drei Schritten 2035 bis 2038 in Betrieb nehmen.

Die Niederlande wollen bis 2035 zwei bis 1,5 GW starke Atomkraftwerke bauen, eines nahe zu Emden. Weil die Stadtführung dagegen ist, forderte das Nachbarland sie auf, das schriftlich zu begründen. Atomkraftwerke gelten als hinderlich für den flexiblen Grundlastbetrieb in Ergänzung der Energiewende. (tw)