Klimaschutz hat weltweit Einfluss auf nationale wirtschaftliche Vermögenswerte. Und der ist abgesehen von 19 stark von fossilen Energiequellen abhängigen Staaten fast überall positiv. Das belegt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das PIK bewertete wirtschaftliche Vorteile aus vermiedenen Klimaschäden und Potenziale durch den Zugriff auf Erneuerbare-Energien-Anlagen. Dabei verglich es unterschiedliche Klimaschutzstrategien anhand des Einflusses auf die Vermögenswerte bis Ende des Jahrhunderts. Auch die Bindung von in die Luft gepustetem Kohlendioxid an Land aus fossiler Energieerzeugung sowie Wertverluste fossiler Energieressourcen bezogen die Forscher ein. 51 Staaten vor allem im globalen Süden profitierten schon durch reduzierte Klimafolgen. Doch weitere 13 Länder profitierten durch ihr hohes Potenzial für den Betrieb von Grünstromanlagen, die Mehrzahl davon in Afrika.
Schon im Dezember hatte die Marktanalyseagentur Bloomberg NEF stark zunehmenden Kapazitätszubau bei Erneuerbaren in der nordafrikanisch-arabischen Mena-Region prognostiziert. Und Ägypten meldet aktuell Netzanschlüsse großer Wind- und Solar-Projekte mit mehreren 100 Megawatt (MW) sowie Baustarts für mit bis 1.000 MW besonders große Vorhaben beider Technologien. (tw)