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Welt hat Rohstoffhunger

Das Wettrennen um seltene Erden und andere kritische Rohstoffe für die Technologiewelt von morgen nimmt zu. Weil sie nicht nur in Generatoren von Windrädern oder in Photovoltaik- und Batteriezellen zum Einsatz kommen, sondern auch für den Ausbau riesiger Rechenzentren im Rahmen der Digitalisierung und für die inflationär nachgefragten Rüstungsgüter, führen Länder und Firmen den Kampf darum, ganz egal, ob sie die Energiewende wollen. So sicherte sich der australische Konzern Vulcan Energy eine 2,2-Milliarden-Euro-Investition in Lithium-Abbau verbunden mit einer Geothermieförderung im Oberrheingraben. Bund und Länder Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützen ihn mit 350 Millionen Euro. Auch Europas Investitionsbank EIB ist dabei.

Im Dezember legte EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné den „ReSourceEU“-Plan vor, wonach die Europäische Union (EU) 2030 schon 10 Prozent der kritischen Rohstoffe aus eigenem Abbau holen soll. Drei Milliarden Euro gibt der EU-Haushalt in die 25 dringendsten strategischen Rohstoffprojekte. Doch es gibt Widerstand: China, globaler Hauptlieferant seltener Erden, erlaubt Ausfuhren nur noch nach Prüfungen, was Lieferengpässe erzeugt. Auch die US-Industrie macht zu schaffen und setzt ihren Vorrang durch. Und US-Präsident Donald Trump nutzt Gipfel wie das Asean-Treffen asiatischer Staaten Ende Oktober, um Rohstoffdeals zu unterschreiben. (tw)