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Sieger beim Ausbau der Windenergie bezogen auf die Landesfläche ist ein unerwartetes Bundesland. 

Windenergie

Neues Bundesländer-Wind-Ranking liefert Überraschungssieger 

Sie kennen sich aus mit den größten deutschen Windländern? In diesem neuen Ranking der Fachagentur Windenergie an Land gibt einen Überraschungssieger.

Katharina Wolf

Windenergie hat im Jahr 2020 mehr Strom erzeugt als Kohle, Atomkraft oder Erdgas. Insgesamt wurden 131 Milliarden kWh Strom in Windenergieanlagen erzeugt; davon 104 Milliarden kWh in Windenergieanlagen an Land, teilte die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) mit. Diese Strommenge reiche aus, um rechnerisch den gesamten Strombedarf aller deutschen Privathaushalte zu decken, heißt es im jetzt veröffentlichten „Kompaktwissen. Bedeutung der Windenergie in Deutschland“.

Auch wer die führenden Bundesländer beim Ausbau der Windenergie sind, listet die Veröffentlichung auf: In Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein sind die größten Windstromkapazitäten installiert - jedenfalls, wenn die absoluten Zahlen zur Grundlage des Rankings gemacht werden. Bezieht sich die Leistung aber auf die Landesfläche, gibt es einen Überraschungssieger. Und auch andere Länder schneiden nicht so ab, wie man es erwarten könnten. Klicken Sie sich durch!

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Wenig überraschend ganz hinten: Berlin mit 15 Kilowatt pro Quadratkilometer Fläche (kW/km²). Insgesamt gibt es 14 MW Windleistung auf 891 Quadratkilometern Hauptstadt. 
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Die Bayern fühlen sich meist unwohl auf den hinteren Plätzen. Doch der Freistaat ist bei der Windenergie das schlechteste unter den Flächenländern: 2.527 MW Wind auf 70.542 Quadratkilometer bringen magere 36 kW/km².
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Seit 2011 regiert von einem grünen Ministerpräsidenten, aber im Windenergieranking nur auf Platz 14: 1.630 MW auf einer Fläche von fast 36.000 Quadratkilometern und damit 46 kW/km² reichen eben nicht für mehr.
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Das ist keine Überraschung: Der Freistaat Sachsen rangiert in punkto Windenergie auf den hinteren Rängen. 1.303 MW auf gut 18.500 Quadratkilometern sind  71 kW/km²  und bedeuten Platz 13.
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Auch Nachbarland Thüringen reiht sich eher hinten ein. 1.677 MW auf gut 16.000 Quadratkilometern bedeuten 103 kW/km² und Platz 12. 
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Hier gab’s die erste grüne Regierungsbeteiligung und auch jetzt sitzen die Grünen mit in der Regierung. Doch im Länderranking schafft es Hessen nur auf Platz 11 mit 2.279 MW auf gut 21.000 Quadratkilometern – 108 kW/km².
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Viel Platz, viel Wind und doch überraschend wenig installierte Windleistung: 3.502 MW auf gut 23.000 Quadratkilometern Flächen bedeuten 150 kW/km² – Mecklenburg-Vorpommern erreicht nur Platz 10.
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Hamburg hingegen schaff es als Stadtstaat auf Platz 9 und kratzt damit an der vorderen Hälfte. 121 installierte MW auf 755 Quadratkilometern sorgen für 160 kW/km² und diese Platzierung.
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Dieses Bundesland verband man früher mit Bergbau, Kohle und Stahl: Nordrhein-Westfalen verfügt über 6.059 MW auf gut 34.000 Quadratmetern Fläche: 178 kW/km² reichen für Platz 8.
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Überraschungssiebter wird das Weinland Rheinland-Pfalz. Auf knapp 20.000 Quadratkilometern haben die Pfälzer 3.721 MW Windleistung installiert und schaffen damit 187 kW/km².
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Und noch eine Überraschung: Auf dem sechsten Platz findet sich das Saarland – Wappen ganz rechts, das zweite von unten. Der kleinste deutsche Flächenstaat bringt auf seinen 2.571 Quadratkilometern 524 MW Windleistung unter: 204 kW/km².  
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Nach absoluten Zahlen der Primus, aber bezogen auf die Landesfläche reicht es für Niedersachsen nur für Platz 5. Seine 11.312 MW Windleistung bedeuten bei einer Fläche von fast 48.000 Quadratmetern dann eben doch nur 237 kw/km².
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Nur knapp davor liegt Brandenburg mit 7.475 MW auf knapp 30.000 Quadratkilometern. Das reicht für 252 kW/km² und Platz 4.
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Willkommen in den Top 3: Die Bronzemedaille sichert sich Sachsen-Anhalt. 5.275 MW sind auf seiner Landesfläche von rund 20.500 Quadratkilometern installiert. 258 kW/km² und Platz 3.
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Die Silbermedaille geht an Schleswig-Holstein. Das Pionierland der Windenergie kommt auf 6.847 MW installierte Leistung, gut 15.000 Quadratkilometern und damit auf satte 433 kW/km². Wer soll das noch toppen? Und wer fehlt eigentlich noch?
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Bremen! Das kleinste deutsche Bundesland schafft es ganz nach vorne. 419 Quadratkilometer klein verfügt der Stadtstaat über 196 MW installierte Windleistung und kommt so auf 467 kW/km². Wo die stehen? Wahrscheinlich alle in Bremerhaven!

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