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Foto: EWZ
Die Anlage an der Staumauer des Albignasees liefert die Hälfte ihres Ertrags in den kalten und dunklen Wintermonaten.

Innovative Konzepte

Solaranlage an alpiner Staumauer liefert viel sauberen Strom im Winter

Die Anlage an der Staumauer des Albignasees in den Schweizer Alpen ist seit einem halben Jahr in Betrieb. Die Erträge des ersten Winters bestätigen die positive Prognose der Planer.

Nach einem halben Jahr Betriebszeit zieht das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) ein positives Zwischenfazit, was den Betrieb der Solaranlage an der Albignastaumauer. Vom Generator an der Mauer des Staubeckens im Bergell hoch oben in den Alpen haben die Planer einen hohen Ertrag vor allem im Winter erwartet. Das hat sich bestätigt. Denn die Anlage hat von Mitte September 2020 bis Mitte März 2021 satte 223 Megawattstunden sauberen Sonnenstrom erzeugt.

Vorteile im Winter

Bei einer Anlagenleistung von 410 Kilowatt, die die Installateure des EWZ an die 670 Meter lange Staumauer gebaut haben, ist das sogar im Winter ein Ertrag von mehr als 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung. Der Vorteil der Anlage ist, dass etwa 1.200 Module fast senkrecht an der Mauer installiert sind. Damit bleibt im Winter einerseits kein Schnee auf ihnen liegen. Andererseits sind sie so besser zu tiefer stehenden Sonne ausgerichtet und können die Lichtreflexion des Schnees nutzen. Auf diese Weise kann die Anlage etwa die Hälfte ihres Ertrags allein im Winter liefern.

Monatsrekord: Fast 49 Megawattstunden

Das hat sich im ersten Betriebshalbjahr fast geschafft. Dabei erreichte der Generator in den Monaten Oktober, November, Februar Spitzenwerte von bis zu knapp 49 Megawattstunden pro Monat. In der ersten Märzhälfte erreichte sie mit 2.792 Kilowattstunden zudem den bisher höchsten Tageswert. Das EWZ geht davon aus, dass diese Spitzenwerte im kühlen aber sonnigeren April sogar noch übertroffen werden.

25 Prozent mehr Strom als im Mittelland

Denn während im Winter vor allem die Ausrichtung und die Art der Installation von Vorteil ist, sorgt die kalte Bergluft für ausreichend Kühlung der Module. Zudem ist die Sonneneinstrahlung in einer Höhe von etwa 2.100 Metern über dem Meeresspiegel höher als im Schweizer Mittelland, was im Sommer für viel Solarstrom sorgen dürfte. Deshalb rechnen die Planer damit, dass der Generator insgesamt 25 Prozent mehr Strom erzeugt als eine vergleichbar große Anlage im Mittelland.

Bürgerbeteiligung noch möglich

Die Bürger können sich an der Anlage beteiligen und vom hohen Ertrag profitieren. Denn sie bekommen jedes Jahr über 20 Jahre hinweg 180 Kilowattstunden für jeden Quadratmeter gutgeschrieben, den sie in die Finanzierung des Generators investieren. Dabei kostet ein Quadratmeter 560 Franken. Damit würde sich die Investition für die Bürger innerhalb von gut zehn Jahren rentieren. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des EWZ.

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