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Regenbogennation bestellt neue Grünstromkapazitäten

295 Megawatt (MW) Nennleistung werden die zwei Teilprojekte des Windkraft-Clusters Korosun 2 mit Flächen in den zwei benachbarten Provinzen Eastern und Northern Cape bis 2026 ans Netz bringen, für die Windturbinenbauer Nordex jetzt einen Auftrag meldet. Wie das Unternehmen in der ersten Aprilwoche bekannt gab, bestellte eine Tochtergesellschaft von EDF und EDF Renouveables genau 50 Turbinen für das große Windkraftfeld. Die Analgen vom Typ N163/5.x werden wie zuletzt auch in anderen neuesten Nordex-Aufträgen bestellt im Durchschnitt 5,9 MW leisten. Das ist etwas mehr als die lange Zeit meist mit den bis dato maximal möglichen 5,7 MW Nennleistung ausgelieferten N163/5.x. Die Anlage mit 163 Meter Rotordurchmesser ist allerdings inzwischen auch als Sechs-MW-Variante „6.x“ mit bis zu 6,8 MW auf dem Markt und kommt inzwischen mit bis zu 7,0 MW in den Verkauf.

PNE verkauft Solar-Großprojekt 

240 MW Freiflächen-Photovoltaik hat derweil das Cuxhavener Erneuerbare-Energien-Unternehmen PNE dem südafrikanischen Energieunternehmen Noa verkauft. Wie PNE am Mittwoch mitteilte, wird das Vorhaben nach Eingang aller Genehmigungen wohl Mitte dieses Jahres die „Ready-to-Built“-Baureife erreicht haben. Das Solarfeld wird in der Provinz Free State in der Mitte Südafrikas entstehen. Die Photovoltaik-Großanlage kommt damit in einer von Bergbau und Agrarwirtschaft geprägten Landschaft zustande.

Der Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Südafrika leidet seit vielen Jahren unter einer Monopolherrschaft des Energiekonzerns Eskom, der sowohl Stromnetze als auch große herkömmliche Verbrennungs-Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen betreibt. Die letzte abgeschlossene Erneuerbare-Energien-Ausschreibung, die sechste Auktion unter dem herrschenden Auktionsregime, hätte Kapazitäten für Photovoltaik (PV) von mehr als einem Gigawatt (GW) und für Windkraft von bis zu 3,2 GW mit Anschluss- und Vergütungsrechten bezuschlagen sollen. Doch tatsächlich kam es nur zu Zuschlägen für knapp ein GW an PV-Kapazitäten und für keines der angebotenen Windparkprojekte. Denn Eskom ließ trotz Geboten von Windparkprojektierern für 4,1 GW für keines der Projekte einen Zuschlag zu. Das Netz könne mehr Windkraft in den Gebieten dieser Projektierungen nicht aufnehmen, begründete der Energiekonzern.

Im Juni 2023 hatte Eskom zuletzt Interimsregeln vorgelegt, um mit Anschlussgenehmigungen im zu knapp ausgelegten Stromnetz dennoch voranzukommen. Der Windenergieverband Sawea soll seine Wertschätzung für das Vorgehen von Eskom geäußert haben, wie südafrikanische Medien meldeten. Gleichwohl äußerten die Erneuerbaren-Verbände weitere Kritik auch an diesen Interimsregeln. Vergangenen Dezember hatte Südafrika schließlich eine neue Bieterrunde für Erneuerbaren-Projekte eröffnet. Die 2022 aus dem Zuschlagsverfahren wieder herausgenommenen 3,2 GW Windkraft sind in dieser siebten Ausschreibungsrunde im  Dezember 2023 wieder enthalten.