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Die erste Frist zur kommunalen Wärmeplanung ist verstrichen und viele haben sie eingehalten: Von den 83 Großstädten, die bis Ende Juni ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben mussten, haben 72 dieses Ziel erreicht. In den übrigen Städten wird die Fertigstellung bis Ende 2026 erwartet. Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für das erste Halbjahr 2026.
Zwei Drittel der Gemeinden haben die Planung abgeschlossen oder auf den Weg gebracht
Insgesamt hatten zu diesem Stichtag bundesweit 2.836 Gemeinden Wärmepläne erstellt – doppelt so viele wie noch Ende 2025. Das entspreche 26 Prozent der Gemeinden in Deutschland, heißt es in einer Presseinformation des BBSR. Weitere 4.419 Kommunen arbeiteten derzeit an einem Wärmeplan. Damit haben bereits rund zwei Drittel aller Gemeinden die Wärmeplanung abgeschlossen oder auf den Weg gebracht.
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Ein Schwerpunkt des Halbjahresberichts ist die Auswertung der vorliegenden Wärmeplanung in Großstädten. Viele verfolgen demnach ambitionierte Ziele: Mehr als die Hälfte der vorliegenden Pläne orientiert sich am Zieljahr 2045, rund ein Drittel strebt bereits das Jahr 2040 an. Einzelne Städte wollen ihre Wärmeversorgung schon bis 2035 oder 2038 klimaneutral umstellen.
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„Energetische Sanierung und Ausbau der Wärmenetze müssen schneller gehen“
„Je früher das Zieljahr angesetzt wird, desto kürzer ist der verbleibende Zeitraum für die Umsetzung. Dann müssen energetische Sanierung, der Ausbau der Wärmenetze und die Umstellung auf erneuerbare Wärmeversorgung deutlich schneller voranschreiten“, sagt Andrea Arnold-Drmic, Mitautorin des Berichts.
Denn hier hakt es: Viele der untersuchten Wärmepläne für Großstädte kalkulieren mit einer jährlichen Sanierungsrate von zwei Prozent, schreibt das BBSR. Die tatsächliche Sanierungsquote für Wohngebäude lag 2025 bundesweit dagegen bei unter einem Prozent. „Ob diese Annahmen erreicht werden können, hängt wesentlich von Investitionen, den verfügbaren Fachkräften und den Kapazitäten im Baugewerbe ab“, so Arnold-Drmic.
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Auch Wärmenetze gewinnen nach den Planungen der Kommunen an Bedeutung. Soweit die Wärmepläne konkrete Angaben zum Anteil der Wärmenetze an der Wärmeversorgung enthalten, liegt dieser im Basisjahr durchschnittlich bei rund 22 Prozent. In den Zielszenarien steigt der Anteil auf knapp 50 Prozent. Mehr als die Hälfte der auswertbaren Wärmepläne sieht künftig einen Wärmenetzanteil von über 50 Prozent vor.
BBSR