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Photovoltaik

Google steigt in Solarkraftwerk in Brandenburg/Havel ein

Der Internetkonzern Google übernimmt 49 Prozent eines Solarparks in Brandenburg an der Havel. Mit dem ersten erneuerbare Energienprojekt außerhalb der USA will Google nicht nur die klimafreundliche Energie fördern. Der Dienstleister sieht darin auch eine solide finanzielle Investition.

Solarkraftwerk Brandenburg Briest
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Foto: Google

Der amerikanische Internetdienstleister Google steigt in das deutsche Photovoltaikgeschäft ein. Der Konzern übernimmt vom Hamburger Investmentunternehmen Capital Stage 49 Prozent eines Solarparks in Brandenburg an der Havel. Die beiden Unternehmen wollen das Photovoltaikkraftwerk in Zukunft gemeinsam betreiben.

Capital Stage hatte den Park erst vor wenigen Wochen gekauft. Der Finanzinvestor verfügt über langjährige Erfahrungen auf dem deutschen Photovoltaikmarkt und ist einer der größten unabhängigen Betreiber von Solarparks in Deutschland. Google will nach eigenen Angaben 3,5 Millionen Euro in die Anlage investieren. Allerdings müssen die Kartellbehörden der Beteiligung von Google noch zustimmen, was aber als sicher gilt.

Der Solarpark entstand auf der 47 Hektar großen Fläche des ehemaligen Flughafen Brandenburg-Briest, der bis Anfang der 1990er Jahre für militärische Zwecke genutzt wurde. Ende 2010 ging die 18,64 Megawatt große Photovoltaikanlage ans Netz. Sie soll etwa 18 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich liefern. Damit ist sie eine der größten Solaranalagen Deutschlands, die im letzten Jahr installiert wurden.

Deutschland zählt zur Weltspitze

Die Beteiligung an dem Solarpark ist nicht die erste Investition von Google in erneuerbare Energien. Der Konzern ist bereits an zwei Windparks in den USA beteiligt. Außerdem betreibt Google auf seinem Firmengelände in Mountain View (Kalifornien) mehrere Brennstoffzellen und eine der größten dachmontierten Solaranlagen der USA. Doch der Einstieg in das Brandenburger Photovoltaikkraftwerk ist das erste Energieprojekt außerhalb der USA.

Sein Engagement in Brandenburg begründet Google damit, dass „Deutschland bei der Entwicklung erneuerbarer Energien seit vielen Jahren zur Weltspitze zählt“, wie Benjamin Kott, Clean Energy Advocacy Manager bei Google erklärt. „Das Land verfügt über gute Rahmenbedingungen, die Bürger stehen sauberer Energie positiv gegenüber, und die deutschen Hersteller liefern hervorragende Technologie.“

Kott weiter: „Google versteht seine Beteiligung als wichtigen Beitrag zur Förderung klimafreundlicher Energie – aber auch als solide finanzielle Investition. Diese ‘doppelte Dividende’ macht Investitionen in erneuerbare Energien besonders attraktiv.“ Der Konzern plant nach eigenen Angaben auch in Zukunft, das Engagement für erneuerbare Energien global weiter auszubauen. (Sven Ullrich)