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Bioenergie

Neuer Studiengang „Energy Science“

Der neue Bachelor-Studiengang „Energy Science“ an der Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen (UDE) setzt sich vom Aufbau her von vergleichbaren Studiengängen in Deutschland ab. Neu ist die bundesweit einmalige Kombination von Naturwissenschaften und Energietechnik.

Campus der Universität Duisburg-Essen
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Foto: Universität Duisburg-Essen

In acht Semestern können sich Abiturienten mit Hochschulreife ab dem Wintersemester 2011/2012 die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Energiewissenschaft an der UDE aneignen. Das Hauptaugenmerk des Studiums liegt inhaltlich auf der Umwandlung von Energie in Strom und Wärme sowie deren Verteilung und Speicherung. Es gibt keine Zulassungsbeschränkung, die Einschreibungsfrist beginnt am 19. September und endet am 31. Oktober. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert den Studiengang in seinem Bachelor-Plus-Programm.

Internationale Ausrichtung

Neuland betritt das Bachelorstudium schon dadurch, dass es in Deutschland zwar einige Masterstudiengänge, jedoch noch keinen vergleichbaren BA-Studiengang zum Thema „Energy Science“ gibt. Vor allem aber ist die Kombination von naturwissenschaftlichen und energietechnischen Studieninhalten bundesweit einmalig. Nach einem ersten naturwissenschaftlichen Überblick zu allen Energieformen erhalten die Studenten ab dem zweiten Studienjahr über Wahlfächer die Möglichkeit, sich auf die Energieerzeugung mittels eines Energieträgers zu spezialisieren. Neben den Erneuerbaren sind dies natürlich auch fossile und atomare Energieformen.

Ein weiteres Merkmal des Studiengangs ist seine internationale Ausrichtung. Laut Studienplan verbringen die Studenten das komplette dritte Studienjahr an einer ausländischen Partneruniversität. Ab dem vierten Fachsemester findet das Studium ausschließlich auf Englisch statt. Studiengangsleiter Prof. Dr. Rolf Möller begründet dies damit, dass gerade potenzielle Arbeitgeber in der Energiebranche von den Bewerbern erwarten, dass sie mindestens eine Fremdsprache beherrschen und einen Teil des Studiums im Ausland verbracht haben.

Vierwöchiges Industriepraktikum

Der Auslandsaufenthalt ist integraler Bestandteil des BA-Studiums. Dies hat den Vorteil, dass mit den Partneruniversitäten wie der Budapest University of Technology and Economics (ECTS) und weiteren Universitäten beispielsweise in Hong Kong oder in den USA bereits im Vorfeld ein einheitliches Bewertungssystem für die Studienleistungen abgesprochen wird. Die Studenten können auch eigene Vorschläge für den Ort Ihrer Auslandssemester machen, die UDE kümmert sich dann um alles Weitere.

Des Weiteren beinhaltet das Studium im letzten Studienjahr ein mindestens vierwöchiges Industriepraktikum. Unternehmen aus der Energiebranche wie E.ON, Evonik Industries, RWE oder Mannesmann haben bereits Ihre Bereitschaft signalisiert, Teilnehmer des BA-Studiengangs als Praktikanten aufzunehmen und wollen teilweise sogar eine Aufwandsentschädigung zahlen. Auch Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren wurden in dieser Hinsicht bereits kontaktiert, leider bisher ohne Rückmeldung, sagt Möller. (Daniel Seemann)