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Skalierbare H2-Lösungen

Wasserstoffwirtschaft, das ist in Deutschland ein schwieriges Geschäft, noch bevor es richtig starten konnte. Die Zahlen sprechen für sich. Die Elektrolysekapazität hat sich weltweit verneunfacht, die Investitionen sind auf fast acht Milliarden Euro gestiegen. In Deutschland sind zwar bislang nur 44 Projekte am Netz. Doch der Durchbruch in industriellem Maßstab lässt nicht mehr lange auf sich warten. Elektrolyseurhersteller wie Quest One konzentrieren sich daher nun auf industrietaugliche, skalierbare Lösungen, die in den dreistelligen Megawattbereich gehen. Lesen Sie dazu unser Sonderthema. | 52

Gerüstet für berufliche Umbrüche

Wer in der Energiebranche arbeitet, weiß: Transformation trifft nicht nur Technologien, sondern auch Menschen. Unser Jobexperte Volker Schulz schreibt in dieser Ausgabe über Karriere-Resilienz – darüber, wie Fach- und Führungskräfte strukturiert durch berufliche Umbrüche navigieren. Ein Artikel, den ich jeder und jedem empfehle, der gerade mittendrin steckt oder sich vorbereiten möchte. | 26

Außerdem schauen wir in dieser Ausgabe auf Paragraf 6 im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Er regelt die freiwillige, aber gesetzlich privilegierte finanzielle Beteiligung von Kommunen an der Stromproduktion von Wind- und Solarparks und erlaubt Anlagenbetreibern, betroffenen Städten und Gemeinden bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde (kWh) einzuspeisenden Stroms als Sonderabgabe auszuzahlen. Spoiler: Das Potenzial liegt bei über 200 Millionen Euro jährlich bundesweit. Und fast 40 Prozent der Bürgermeister wissen davon noch nichts. | 28

In seiner Kolumne „Auf ein Wort“ geht der Experte für das Recht der erneuerbaren Energien, Martin Maslaton, auf ein völlig anderes, weitgehend unbekanntes juristisches Phänomen ein. Er erklärt, was die aktuelle Novellierung des Luftverkehrsgesetzes mit der Energiewende zu tun hat – und das ist mehr als man denkt. | 30

Für Solarplaner dürfte ein anderer juristischer Beitrag interessant sein: Darin geht es um die Frage, warum pauschale Verbote von feuerverzinkten Rammpfosten bei Freiflächen-PV rechtlich nicht haltbar sind – ein Thema, das in der Praxis gerade heiß diskutiert wird. | 31

Kürzere Stillstandszeiten

In unserem Betriebsführer-Schwerpunkt widmen wir uns der Cybersicherheit. Die EU-Richtlinie NIS2 ist kein bürokratisches Randthema mehr, sondern Pflicht – für Wind- und Solarparks ebenso wie für Speicherbetreiber. Sie verpflichtet Unternehmen und Institutionen aus kritischen Sektoren zu strengen IT-Sicherheitsmaßnahmen und macht die Geschäftsführung persönlich haftbar.
Die Fülle an kaufmännischen und technischen Themen nimmt für Betriebsführer kontinuierlich zu. Weil Windturbinen sicher und funktionsfähig bleiben müssen, sprechen wir auch über langlebige Oberflächenbeschichtung. Auf dem Rotorblatt etwa kann ein cleveres Einschichtsystem Stillstandszeiten reduzieren. | 34

Was es bedeutet, wenn Windturbinen auf dem Meer Schäden haben und repariert werden müssen, hat sich unser Autor Tilman Weber von der Insel Borkum aus angeschaut. Er hat eine Servicestation von Deutsche Windtechnik besucht und mit den Mitarbeitern dort gesprochen. | 22

Welche Turbinen künftig vor und hinter der Küste in Deutschland installiert werden, ist noch nicht im Detail absehbar. Tatsächlich könnten aber bald auch Anlagen aus Fernost bei uns landen. | 16

In dem Zusammenhang noch der Hinweis auf ein Firmenporträt. KB-Energy, ein Batteriespeicher-Unternehmen aus Niedersachsen, legt Wert auf „Made in Germany“ und verrät, warum Souveränität bei Steuerungssoftware wichtig ist. | 58

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Nicole Weinhold
Chefredakteurin Erneuerbare Energien