Joachim Finkel, Geschäftsführer von vento ludens, erläutert die asymmetrischen Lastprofile innerhalb der Unternehmensgruppe: „Wir haben Standorte, an denen wir Strom beziehen und auf der anderen Seite Standorte, an denen wir Energie selbst erzeugen. Deshalb brauchten wir neue Ansätze, um das eine mit dem anderen zu verbinden.“
Bei WeShareEnergy (WSE) rannte Finkel mit seinem Anliegen offene Türen ein, denn der Energieversorger legt den Fokus auf die Verteilung von erneuerbaren Energien statt auf die einfache Belieferung von Strom. „Unserer Erfahrung nach ist Business Energy Sharing besonders für Unternehmen mit mehreren Standorten relevant. Es ist problemlos möglich, Strom an weitere Gesellschaften der gleichen Unternehmensgruppe zu verteilen“, so Hendrik Schubert, Geschäftsführer von WSE. Hier setzt WSE auf eine Plattform des Softwareherstellers und Digitalisierungsexperten ene't.
Um Energy Sharing in Deutschland anwenderfreundlich umsetzen zu können, hat die ene't GmbH aus Hückelhoven die White-Label-Lösung ene't StromCommunity® entwickelt. So konnte Strom schon vor dem Inkrafttreten des § 42c EnWG innerhalb von Stromcommunitys in Deutschland erfolgreich geteilt werden. „Wir erfassen im 15-Minuten-Takt die ausgetauschten Strommengen, ordnen diese bilanziell zu und ermitteln automatisiert alle abrechnungsrelevanten Daten“, erläutert ene't Geschäftsführer Roland Hambach die Plattform.
Strategische Bedeutung im Kontext von § 42c EnWG
Mit der Verankerung von Energy Sharing im deutschen Energierecht ab Juni 2026 sieht vento ludens ihre Entscheidung bestätigt. Die bestehende Lösung ist voll kompatibel mit den Anforderungen der EnWG‑Novelle.
Hambach bringt es auf den Punkt: „Wir haben nicht auf den Gesetzgeber gewartet. Wir haben gezeigt, dass Business Energy Sharing schon heute funktioniert.“