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AgNes: Kritik an Prosumer-Aufschlag

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und Green Planet Energy kritisieren den AgNes-Festlegungsentwurf der Bundesnetzagentur zur künftigen Netzentgeltsystematik.

Vorgesehen ist ab 2029 ein jährlicher Aufschlag für Prosumer in der Niederspannung: Haushalte, die hinter einem Netzanschluss selbst erzeugten Strom nutzen, sollen zusätzlich 70 bis 90 Prozent des regulären Grundpreises zahlen. Laut DGS könnte dies für typische Photovoltaik-Haushalte Mehrkosten von 100 bis 200 Euro jährlich bedeuten. Steckersolargeräte wie Balkonkraftwerke bleiben ausgenommen.

Mieterstrom

Besonders problematisch sei die Regelung für Mehrparteienhäuser. Bei Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung soll jede beteiligte Verbrauchsstelle einzeln als Prosumer-Entnahmestelle gelten. Der Aufschlag könnte damit pro Wohnung anfallen und gemeinschaftliche Solarprojekte wirtschaftlich gefährden, warnt die DGS.

Auch das geplante Einspeiseentgelt stößt auf Kritik. Betreiber von Anlagen über 30 Kilowatt installierter Leistung sollen künftig ein kapazitätsbasiertes Entgelt zahlen. Bestandsanlagen wären nach einer Übergangsfrist von 20 Betriebsjahren betroffen. (NW)