Alle 65 Windturbinen des Atlantik-Windparks Revolution Wind sind installiert. Nun nehmen Ørsted und Skyborn Renewables für das 704 Megawatt starke Windfeld ein Datum später im Jahr als Zielpunkt, zu dem sie ihre Erzeugungsnennleistung erreichen.
Im März 2026 hatte der Windpark mit der Einspeisung begonnen, nachdem die erste Turbine von Siemens Energy vom Typ SG 11.0-200 im September 2024 installiert war und die Bauteams das Errichten aller Fundamente sowie immerhin von 45 Anlagen bis August 2025 abgeschlossen hatten. Danach stellten sich den Errichter- und Netzanschlussschiffen mehr und mehr Hindernisse auf. Im Juni erlitt ein Fuß eines Errichterschiffs einen Schaden, dann verzögerte sich der Bau der Umspannstation an Land. Zweimal, im August und im Dezember, stoppte Washington mit Erlassen den Fortgang, zweimal hoben Richter sie wieder auf.
Auch Vineyard Wind 1 soll nun schnell Vollbetrieb mit 806 MW aufnehmen. Die 62 GE-Anlagen vom Typ Haliade X-13 stehen seit März auf ihren Fundamenten. Das den Windpark bauende Joint Venture aus Ørsted und Skyborn Renewables kann das Projekt nun abschließen, nachdem sie sich in einem Rechtsstreit mit Turbinenbauer GE Vernova geeinigt hatten. Dieser hatte eine wegen Rotorblatt-Fertigungsschwächen vom Joint-Venture zurückgehaltene Summe eingefordert.
Regierung verhandelt Flächen raus
Während zwei weitere sehr große Windparks nach ebenfalls überwundenen Blockaden durch die Bundesregierung noch bis Ende 2027 den Baustellenbetrieb aufnehmen, nimmt Washington die weiteren Projektflächen im Meer durch Einigungen über Entschädigungen aus dem Spiel. Mit fünf Windpark-Unternehmen kam es zu den teils Milliarden Euro schweren Entschädigungsvereinbarungen, gegen die wiederum andere Bundesstaaten rechtlich vorgehen. (tw)