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Brandschutz neu gedacht

Was zeigt Citel hier auf der Messe?

Lars Strzeletz: Im Bereich der erneuerbaren Energien bleiben PV-Anlagen in Verbindung mit Energiespeichern ein großes Thema. Überspannungsschutz für PV ist an sich nichts Neues mehr – das kennt man. Aber mit unserem Feuerwehrschalter haben wir offensichtlich einen Nerv getroffen, das Interesse ist nach wie vor sehr groß. Der Schalter trennt im Ernstfall die Solarpaneele vom Rest der Anlage, damit Einsatzkräfte gefahrlos arbeiten können. Das Besondere: Wir sichern diesen Trennmechanismus zusätzlich durch einen eigenen Überspannungsschutz ab.

Warum ist das so wichtig?

Lars Strzeletz: Stellen Sie sich vor, der Auslöser sitzt im Haus, der Schalter an der entfernten Anlage. Wenn sich eine Überspannung in die Leitung dazwischen einkoppelt, kann der Schalter beschädigt werden – und dann trennt er nicht mehr. Wir sorgen also nicht nur dafür, dass das Gerät die Paneele trennt, sondern auch, dass es grundsätzlich einsatzfähig bleibt.

Wie wird die Trennung ausgelöst?

Lars Strzeletz: Über den Impuls, der über den Auslöser an die Motorsteuerung gesendet wird. Genau diesen Pfad schützen wir mit ab, damit man im schlimmsten Fall keine zusätzliche Belastung hat.

Warum ist das Interesse so stark?

Lars Strzeletz: PV ist auf Dächern weit verbreitet, und man fragt sich zunehmend, wie sich so eine Anlage im Brandfall verhält. Normative Vorschriften zu den Brandschutzeigenschaften von Aufdachanlagen gibt es bislang kaum. Das ändert sich langsam durch die Erkenntnisse der Planer und Verantwortlichen – und daraus entsteht dann die Nachfrage.

Was wäre der nächste Schritt?

Lars Strzeletz: Vor allem die Baugröße und die technischen Eigenschaften weiter optimieren. Und man muss schauen, welche erneuerbaren Quellen künftig dazukommen – Wasserstoff etwa, oder die Sensorik und Steuerung in der Windbranche, wo Signal- und Datenleitungen genauso schützenswert sind.

Und die Messe selbst?

Lars Strzeletz: Am ersten Tag kann ich mich überhaupt nicht beklagen – viel los, keine Langeweile, und das Wetter spielt auch mit.

Nicole Weinhold