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Deutsche Seewindkraft

Neue Konturen zeichnen sich ab

Während die Bundesregierung vermutlich auch bis zur Sommerpause den bloßen Entwurf eines neuen Offshore-Windkraft-Gesetzes mit aufs Recht der Europäischen Union (EU) aktualisierten Ausschreibungsregeln schuldig bleibt, geben zwei Entscheidungen neue Signale. So hat das Bundeswirtschaftsministerium gemäß eines Berichts des internationalen Branchenanalysedienstes Bloomberg die Anfrage von Total Energies zurückgewiesen, seinen 2024 bei einer Ausschreibung erhaltenen Zuschlag für 1,5-Gigawatt-Projekt Nordsee Energies 2, erhalten mit einer fast zwei Milliarden Euro schweren Zuzahlungsverpflichtung, zurückzugeben. Der Zuschlag sei bindend. Zudem bestätigte das Offshore-Windkraft-Seeflächenamt BSH, dass es über einen Neuentwurf zum Flächenentwicklungsplan 2025 bis 20. Juli beraten lassen wolle. Änderungen betreffen die 2025 bei Ausschreibungen ohne Gebote gebliebenen Flächen N-10.1 und N-10.2 und vier weitere Flächen. Ihre geringen Ertragsaussichten sollen sich durch mehr Abstand zwischen den Turbinen und zu Nachbarwindparks verbessern.

Fortschritte gibt es auch auf´m Bau: So steht die erste Vestasturbine mit 15 Megawatt (MW) im 660-MW-Feld Nordseecluster A von RWE. Und nach der Komplettinstallation aller Unterwasserfundamente hat auch die Turbinenerrichtung für den 315-MW-Windpark Windanker in der Ostsee begonnen. Iberdrola lässt dort bis Jahresende 14-MW-Siemensanlagen errichten. Beide Windparks sollen 2027 in Betrieb gehen. (tw)

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