Die MED9 oder Staaten der Südeuropäischen Union genannten Mittelmeerländer in der Europäischen Union (EU) inklusive Portugal haben im kroatischen Split sich auf energiepolitische Ziele verständigt. Weil der Mittelmeerraum besonders unter der Erderwärmung leide, sei die Stärkung einer „Klimaresilienz“ wichtiger denn je. Um gegen Dürren oder Hitze widerständig zu werden, solle die Energiewende beschleunigt und der Ausstoß von Kohlendioxid aller Energieverbrauchssektoren verringert werden.
Erneuerbare Energien sollen auch die Bezahlbarkeit der Energieversorgung sichern. „Die Europäische Union sollte zudem die kritische Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe durch den Ausbau sauberer Energiequellen und die Elektrifizierung verringern, die Energiequellen und Lieferwege diversifizieren, die Entwicklung heimischer Energieressourcen fördern, die Energieinfrastruktur stärken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Angebots- und Preisschocks verbessern“, schreiben die MED9-Staatschefs in ihrer Erklärung. Sie fordern mehr kohlenstoffarme Erzeugung, jedoch mit Atomstrom, und Speicherkapazitäten. Klare Ziele und Maßnahmen fehlen. (SU)