Ende September zeichnet sich ein Regierungswechsel in Schweden ab – weg von einer durch die rechtsradikalen Schwedendemokraten tolerierten Mitte-Rechts- zu einer Mitte-Links-Regierung. Je nach der machttaktisch sich in den kommenden Wochen noch ergebenden Ausgestaltung der Regierungskoalition könnte der Regierungswechsel zur neuen Ministerpräsidentin und Sozialdemokratin Magdalena Andersson einen klaren Rückenwind für die Erneuerbaren bringen. Zumal die jetzt ausgebliebene Wiederwahl des Konservativen Ulf Kristersson wohl zum offiziellen Eintritt der Rechtsextremen in die Regierung geführt hätte.
Andersson war bereits einmal für ein Jahr lang Ministerpräsidentin Schwedens. Energiepolitik spielte im Wahlkampf eine Rolle. Zwar hatte im Dezember erstmals in Schweden die Windkraft die Wasserkraft und auch die Atomkraft-Stromproduktion übertroffen. Aber just die Windenergie unterschied beide politischen Lager im Wahlkampf. Kristersson sprach sich für mehr Atomkraft aus. (tw)