Foto: Next2Sun

Agrophotovoltaik

Next2Sun weiht den ersten senkrecht stehenden Solarpark ein

Next2Sun hat in Donaueschingen das erste kommerzielle Projekt mit seiner Agrophotovoltaiklösung realisiert. 4,1 Megawatt Modulleistung stehen auf Grünland, das weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet wird.

Der Projektierer von Agrophotovoltaikanlagen Next2Sun hat seinen ersten kommerziellen Solarpark mit der von ihm entwickelten Technologie realisiert. Das besteht aus senkrecht montierten bifacialen Solarmodulen, die in größeren Abständen zueinandern in Ost-West-Ausrichtung auf dem Feld aufgestellt werden. Die großen Abstände sorgen nicht nur dafür, dass sichdie einzelnen senkrecht stehenden Modulreichen nicht gegenseitig verschatten, sondern auch dafür, dass die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche weiterhin möglich ist.

4,1 Megawatt Leistung installiert

Nachdem bisher vor allem Pilotanlagen entstanden sind, ist der Solarpark in Aasen, einem Stadtteil von Donaueschingen, das erste kommerzielle Projekt. Insgesamt 5.800 Gestellelemente haben die Monteure von Next2Sun auf der 14 Hektar großen Grünlandfläche aufgestellt. Darin sind 11.000 bifaciale Module von Meyer Burger installiert, die zusammen 4,1 Megawatt leisten. Sie erzeugen jedes Jahr etwa 4.850 Megawattstunden Strom. Betreiber der Anlage sind die Bürgerkraftwerke Donaueschingen-Aasen, eine Tochtergesllschaft der Solverde Bürgerkraftwerke Energiegenossenschaft.

Keine Flächenkonkurrenz mehr

Bei der feierlichen Eröffnung war hoher Besuch aus Stuttgart da. Baden-Württembergs Landeschef Winfried Kretschmar war beeindruckt von der Installation. „Im Solarpark Donaueschingen-Aasen wurde eine hochinnovative Lösung für das Problem der Flächenknappheit bei der Solarenergiegewinnung umgesetzt, indem Landwirtschaft und Solarenergie unter einen Hut gebracht werden”, sagt er anlässlich der Inbetriebnahme der Anlage. „Diese Art der Agrophotovoltaik hat das Zeug zu einem wichtigen Baustein für die Energiewende zu werden mit diesem Solarpark als bisher größtem Leuchtturmprojekt.”

Über 90 Prozent der Fläche weiterhin nutzbar

Dass die landwirtschaftliche Nutzung auch weiterhin möglich bleibt, wurde den Anwesenden mittels einer Vorführung gezeigt. Denn ein Traktor mit einem handelsüblichen Ausleger hat das Grünland, auf dem die Anlage steht, gemäht. Dabei konnte er vorführen, dass die moderne Technik mit ihren Fahrassistenzsystemen in der Lage ist, die Bewirtschaftung bis nah an die Module heran präzise zu bewerḱstelligen. Die Mahd wurde dann auch gleich zu Silageballen weriterverarbeitet. Auf diese Weise können über 90 Prozent der Gesamtfläche mit dieser Lösung weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

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