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Foto: UmweltBank
Planer ist gut aufgestellt, wenn sie starke Partner für ihre Projekte finden. 

Finanzierung

Offen für spannende Projekte von Agri-PV bis Wasserstoff

Die UmweltBank bietet Planern ihre Hilfe an – auch bei neuen Themen im Bereich Sektorkopplung oder Hybridkraftwerke.

Ein Interview mit Florian Schemmerer, Teamleiter Wind, Abteilung Energie und Infrastruktur, UmweltBank. Die UmweltBank hat bereits 1.000 Megawatt an Windprojekten finanziert. Welche Erfahrung haben Sie dabei gemacht, die Sie besonders wichtig finden?

Florian Schemmerer: Für eine erfolgreiche Umsetzung von Projekten kommt es nicht nur auf die Technik und die reinen Zahlen an. Die Menschen, welche an Projekten beteiligt sind, sie errichten und betreiben, sind ein wichtiger Faktor. Die Projekte können reibungsloser und effizienter abgewickelt werden, wenn die lokale Akzeptanz, insbesondere durch eine Bürgerbeteiligung, gegeben ist. Fast jedes Projekt hat seine eigenen Besonderheiten. Hier freut es mich, wenn ich mit pragmatischen Lösungen zum Gelingen der Projekte beitrage.

Finanzieren Sie auch Projekte, die noch recht junge Ideen umsetzen? Speicher oder Agri-PV, H2-Elektrolyseure?

Florian Schemmerer: Agriphotovoltaik, Speicher und H2-Elektrolyseure finanzieren wir gerne, wenn die Wirtschaftlichkeit der Vorhaben langfristig gegeben ist. Bisher haben wir noch keine Anfrage im Bereich Agri-PV erhalten. Wir hoffen, dass sich das durch dieses Interview ändert. Wer ein spannendes Projekt plant, kann sich gerne an uns wenden. Was das Thema Speicher betrifft, gehen wir davon aus, dass diese künftig eine noch viel wichtigere Rolle im Strommarkt spielen werden. Auch die H2-Elektrolyse wird unseres Erachtens einen Boom erleben. Wir begleiten derzeit ein erstes Projekt und bauen Know-how auf, um der künftigen Nachfrage gerecht zu werden.

Wie gehen Sie mit dem Risiko einer relativ neuen Technologie um?

Florian Schemmerer: Es gibt bestimmte Anforderungen an Projekte mit diesen Technologien. Bei der Finanzierung von H2-Elektrolyseuren sollte eine technische Due-Diligence über die Prüfung der Konfiguration der Gesamtanlage vorliegen. Voraussetzung für eine Finanzierung ist, dass langfristige Capacity Purchase Agreements und/oder Lieferverträge vorliegen. Die Degradation von Speicherzellen und H2-Elektrolyse-Stacks berücksichtigen wir entweder über die Kreditlaufzeit oder über die Bildung von Rücklagen. Bei Agriphotovoltaik sehen wir kein höheres Risiko. Es bleibt ja PV, die wir seit über 20 Jahren begleiten.

Was empfehlen Sie Planern von Solar- und Windprojekten in Deutschland bei der Finanzierung, wenn es um die Akzeptanz vor Ort geht?

Florian Schemmerer: Planende sollten frühestmöglich die Menschen vor Ort durch Infoveranstaltungen und proaktive Informationspolitik einbinden. Das Thema Akzeptanz ist heute kein ausschließliches Windthema mehr. Bei größeren PV-Projekten - insbesondere PPAs - spüren unsere Kundinnen und Kunden mehr Vorbehalte vor Ort. Zudem müssen Planende klar die finanziellen Vorteile für die Gemeinde und die dort lebenden Menschen aufzeigen. Die Meinung vor Ort darf nicht sein, dass vom Projekt vor der eigenen Haustüre nur Ortsfremde profitieren.

Wie gehen Sie bei der Finanzierung von Projekten vor, die über PPA mit zehn Jahren Laufzeit verfügen?

Florian Schemmerer: Wir haben im Sommer 2019 unser PPA-Konzept PV verabschiedet. Viele Investierende, Planende und Projektierende fragen Finanzierungen solcher Projekte bei der UmweltBank an. Wir haben bewusst die PPA-Laufzeit von der Finanzierungslaufzeit entkoppelt und finanzieren PPA-Projekte bis zu 25 Jahre. Dabei muss die Mindestlaufzeit des PPA nur fünf Jahre betragen. Damit die Lücke zwischen Finanzierungs- und PPA-Laufzeit für uns beherrschbar bleibt, haben wir mit Energiemarktprofis UmweltBank-eigene Strompreisszenarien entwickelt. Im Bereich Wind gibt es noch keine Nachfrage, weil Ausschreibungen zum einen weiterhin eher unterzeichnet sind und zum anderen über Ausschreibungen höhere Preise möglich sind als über PPAs.

Wie gehen Sie mit Bestandsanlagen um, die eine Finanzierung für den Weiterbetrieb brauchen? Worauf achten Sie?

Florian Schemmerer: Aktuell haben wir noch keine Anfragen erhalten. Im Regelfall ist ein Weiterbetrieb bei den aktuellen Strompreisen nur wirtschaftlich darstellbar, wenn keine neuen Kreditmittel aufgenommen werden müssen. Die UmweltBank steht solchen Anfragen aufgeschlossen gegenüber. Weitere Informationen: www.umweltbank.de

Der Artikel ist eine Kostprobe aus unserem Printmagazin. Die neue Ausgabe ist jetzt erhältlich. Ein kostenloses Probeabo finden Sie hier.

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Foto: UmweltBank Florian Schemmerer, Teamleiter Wind, Abteilung Energie und Infrastruktur, UmweltBank
Foto: cs-photo – Fotolia.com

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