Der entscheidende Punkt: Standard-Testbedingungen mit 1.000 W/m² Einstrahlung und 25 °C Zelltemperatur bilden nur einen kleinen Teil des realen Anlagenbetriebs ab. Morgens und abends, bei Bewölkung, diffusem Licht oder im Winter liegt die Einstrahlung deutlich niedriger. Analysen zeigen, dass selbst in sonnenreichen Regionen ein großer Teil der Sonnenstunden auf Einstrahlungen unter 800 W/m² entfällt – in Mitteleuropa ist dieser Anteil noch höher.
TOPCon spielt seine Stärke gerade bei diesen Bedingungen aus.
Feldtests zeigen, dass TOPCon-Module im Praxiseinsatz mehr Strom erzeugen als vergleichbare BC-Module. Besonders deutlich war der Unterschied bei geringer Einstrahlung: Am frühen Morgen lag der Mehrertrag bei 6,9 %, am späten Nachmittag bei bis zu 8,4 %.
Vorteile durch Bifazialität
TOPCon-Zellen erreichen bei geeigneten Modulen hohe Bifazialitätswerte und können damit neben direktem Sonnenlicht auch reflektierte und diffuse Strahlung auf der Modulrückseite nutzen. Das ist insbesondere bei hellen Untergründen, auf Freiflächenanlagen und bei diffusem Licht relevant. TOPCon-Module wie das Vertex N G3 von Trinasolar erreichen Bifazialitätswerte von bis zu 85 Prozent.
Verschattung in der Praxis
Die oft angeführten Vorteile von BC-Modulen bei Teilverschattung greifen nur für eine sehr begrenzte Zahl an Szenarien, wie beispielsweise eine sehr lokal begrenzte Verschattung, die einzelne Zellen betrifft. Bei großflächigen Freiflächenanlagen ist jedoch die Verschattung von Reihe zu Reihe ein weitaus relevanteres Szenario. Aktuelle Studien belegen, dass der BC-Vorteil praktisch verschwindet, sobald mehr als drei PV-Zellen innerhalb einer Teilreihe verschattet sind.
Die Stärken der BC-Technologie kommen also nur unter sehr wenigen und sehr eng definierten Bedingungen zum Tragen. Für die Praxis ist jedoch entscheidend, wie sich ein Modul unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen und über die gesamte Lebensdauer verhält.
Die zentrale Erkenntnis ist daher:
Nicht allein den Wirkungsgrad und andere Datenblattwerte vergleichen, sondern Ertrag bei realer Einstrahlung, Verschattung, Bifazialität, Temperaturverhalten und die erwarteten Kosten pro erzeugter Kilowattstunde betrachten. Nach den derzeit verfügbaren Feldtests kann TOPCon bei dieser Gesamtbetrachtung einen relevanten Praxisvorteil gegenüber BC bieten. Hinzu kommen bei qualitativ hochwertigen TopCon Doppelglasmodulen, wie der Vertex N G3 Modulserie, eine extrem niedrige jährliche Degradation von 0,35% und eine 30-jährige Leistungsgarantie, die dauerhaft hohe Erträge und niedrige Stromgestehungskosten (LCOE) sichern.
Mehr über die Vertex N G3 TOPCon-Hochleistungsmodule finden Sie hier.