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Agri-PV – Next2Sun gründet Tochtergesellschaft in Italien

Next2Sun hat eine neue Tochtergesellschaft in Italien gegründet. Next2Sun Italia übernimmt in Zukunft die Aufgabe, Projekte mit vertikal aufgeständerten bifazialen Solarmodulen zur Doppelnutzung von landwirtschaftlichen Flächen in Italien zu entwickeln. Sie soll primär die Koordination vor Ort, die Unterstützung der Projektentwicklung sowie den Aufbau langfristiger Partnerschaften mit landwirtschaftlichen Betrieben, Energieversorgern und lokalen Behörden übernehmen.

Regularien passen für die Agri-PV

Italien biete für die vertikale Agri-PV-Technologie von Next2Sun besonders günstige Rahmenbedingungen, begründet der Anbieter den Schritt in den Süden. So haben die gesetzlichen Vorgaben der vergangenen Jahre  klare und investitionssichere Strukturen geschaffen, die die Kombination von Landwirtschaft und Photovoltaik fördern. Schließlich ist in Italien der Bau von Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen ausschließlich in Form von Agri-PV erlaubt. Die Regierung in Rom unterstützt sogar diese Form der Doppelnutzung der Flächen aktiv. Damit zählen die regulatorischen Voraussetzungen in Italien zu den attraktivsten in Europa – ein interessanter Faktor für die Expansion der Next2Sun-Gruppe.

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Drei Projekte schon in Arbeit

Die neue Tochtergesellschaft im norditalienischen Bolzano startet mit drei Projekten, die aktuell schon gebaut werden. So entsteht in der Nähe von Venedig ein Agri-PV-Park mit einer Leistung von einem Megawatt. Diese wird mit klassischer Landwirtschaft kombiniert. Denn auf der Fläche wird nicht nur Strom, sondern auch Soja geerntet. Ein weiteres Projekt – ebenfalls in der Region Venedig – mit einer Leistung von 800 Kilowatt wird mit dem Anbau von Blumen kombiniert. Ebenfalls auf den Blumenanbau ist eine weitere kleinere Anlage mit 100 Kilowatt Leistung ausgelegt. Diese entsteht in Emilia-Romagna.

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Enormes Potenzial für Agri-PV in Italien

Die ersten Projekte zeigen, wie gut das vertikale Agri-PV-System von Next2Sun zu den regulatorischen Anforderungen des Landes passe: Durch die Überbauung von lediglich einem Teil der landwirtschaftlichen Fläche bleibe die Bewirtschaftung vollständig erhalten, landwirtschaftliche Maschinen könnten praktisch ungehindert eingesetzt werden. Gleichzeitig wird die Biodiversität gefördert. „Mit der Gründung schlagen wir ein neues Kapitel in unserer europäischen Wachstumsgeschichte auf“, sagt Sascha Krause-Tünker, Geschäftsführer der Next2Sun Italia. „Italien verfügt über hervorragende gesetzliche Leitplanken und ein enormes Potenzial für Agri-PV. Wir freuen uns, diese Chance vor Ort aktiv mitgestalten zu können. Mit unserer italienischen Tochtergesellschaft treiben wir die Energiewende dort voran, wo die Rahmenbedingungen besonders vielversprechend sind“, betont er.